Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich das Gefühl Jahresanfänge gehören zu den weniger angenehmen Anfängen des Lebens. Zunächst einmal sind sie ja doch eher zweitklassige Anfänge. Nicht zu vergleichen mit erstklassigen Anfängen wie dem Urknall. Knall und zack: ein Anfang ist gemacht. Jahresanfänge hingegen sind ermüdend vorhersehbar, doch es fehlt ihnen an Einsicht in die eigene Redundanz. Der erste Januar ist im Grunde eine ziemlich schnöde Angelegenheit, wie Pfützen im Herbst und Schneechaos im Winter. Es wundert mich auch gar nicht, dass erste Januare durchweg grau und schmuddelig daher kommen. Sie versprühen keineswegs den Zauber, der Anfängen ja bekanntlich innewohnt. Überall liegen zermatschte Knallkrampappen, übermüdete Taxifahrer fahnden nach versprengter Kundschaft, es nieselt und alles gammelt lustlos vor sich hin. Möglich auch, dass sich der erste Januar einfach die Mühe spart, da ihm ohnehin niemand Beachtung schenkt. Jahresanfangsvormittage sind eigentlich bloß im Kalender existent. In Wirklichkeit fängt das neue Jahr erst am Nachmittag an, aber da es sich mit halben Tagen schlecht rechnen lässt, bleibt auf dem Papier alles beim alten.
Dort, auf dem Papier allerdings, hat der heutige Tag auch etwas ästhetisches. 1.1.11. Wer um 11.11 Uhr kurz in der Lage war auf den Wecker zu schauen, wird diesen erhabenen Moment sicherlich genossen haben. Welch ein Gefühl muss das gewesen sein, damals am 1.1.1111, als der Schnee lustlos von den Dächern tropfte und die Erkenntnis, dass dies ein wohl einmaliger Tag ist, jemandes Herzen erfreute.
Schluss mit dem Zahlenkitsch.
Erste Januare sind tückisch. Man sieht sich genötigt ein ganzes Jahr zu planen, zu bewerten, mit Bedeutung zu füllen, anzufangen. Ziemlich viel, wenn man sich gerade mit ach und krach zum Ende des alten Jahres geschleppt hat. Alternative Kalender sind da ein Ausweg. Jeder Mensch ist anders, spricht anders, denkt anders, hat eine andere Schuhgröße- warum nicht auch einen ganz persönlichen Kalender? Man könnte sich am eigenen Haustier orientieren, an den Mayas (obwohl es da spätestens in 12 Monaten zu Problemen kommen könnte), am Spiegelbild. Der Kreativität sind nur wenige Grenzen gesetzt.
Nunja, ich stelle fest: es ist 15 Uhr am ersten Januar 2011. Nachmittag. Mein Jahr kann beginnen.
Dort, auf dem Papier allerdings, hat der heutige Tag auch etwas ästhetisches. 1.1.11. Wer um 11.11 Uhr kurz in der Lage war auf den Wecker zu schauen, wird diesen erhabenen Moment sicherlich genossen haben. Welch ein Gefühl muss das gewesen sein, damals am 1.1.1111, als der Schnee lustlos von den Dächern tropfte und die Erkenntnis, dass dies ein wohl einmaliger Tag ist, jemandes Herzen erfreute.
Schluss mit dem Zahlenkitsch.
Erste Januare sind tückisch. Man sieht sich genötigt ein ganzes Jahr zu planen, zu bewerten, mit Bedeutung zu füllen, anzufangen. Ziemlich viel, wenn man sich gerade mit ach und krach zum Ende des alten Jahres geschleppt hat. Alternative Kalender sind da ein Ausweg. Jeder Mensch ist anders, spricht anders, denkt anders, hat eine andere Schuhgröße- warum nicht auch einen ganz persönlichen Kalender? Man könnte sich am eigenen Haustier orientieren, an den Mayas (obwohl es da spätestens in 12 Monaten zu Problemen kommen könnte), am Spiegelbild. Der Kreativität sind nur wenige Grenzen gesetzt.
Nunja, ich stelle fest: es ist 15 Uhr am ersten Januar 2011. Nachmittag. Mein Jahr kann beginnen.













