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US Militär möchte die Verantwortung über Leben und Tod auf Maschinen deligieren.


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6 Antworten zu diesem Thema

#1 Kerberos

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Geschrieben: 04. August 2009, 05:26

Eigentlich klingt es nach Science Fiction, aber das US Militar strebt nach einer Heisemeldung und zugehörigen BBC Link eine Debatte über den Einsatz von autonomen Kampfrobotern (Dronen) im Kriegsgebiet an, welche eigenständig über Leben und Tod entscheiden sollen. Ich finde das unfassbar wie bescheuert und moralisch verkommen doch einige Menschen auf diesem Planeten zu seien scheinen.

Was sagt ihr dazu?

#2 Nobody

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Geschrieben: 04. August 2009, 07:06

Der Zyniker meint, daß es zwischen einem Standart-GI und einer Drone keinen wirklichen einen Unterschied gibt. Von den Kosten bei einem Abschuß einmal abgesehen. Der GI ist vermutlich billiger. Und da die Präzisionsbombardements auf Hochzeiten und Krankenhäuser militärische Einrichtungen ohnehin nur noch am Bildschirm stattfindet, ist das die logische Weiterentwicklung. Selbstverständlich ist das menschenverachtend, aber das interessiert die (heutige) NATO ohnehin nicht. Immerhin schafft die Entwicklung und Herstellung solcher Dronen ein paar Arbeitsplätze. Und die sind in den USA genauso wichtig wie hier. ;)

#3 bogarnil limdal

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Geschrieben: 04. August 2009, 13:30

wenn das ding nach den gesetzen der robotik programmiert ist, dürfte das okay sein. ansonsten können wir ja schonmal die terminatorfilme rauskramen, zur vorbereitung auf 2029.

#4 Kerberos

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Geschrieben: 04. August 2009, 23:35

Das Problem ist ja das ein Roboter keinen Lebenskontext (er lebt ja nicht, er versteht ja nicht, er fühlt nicht) hat und auch damit nicht die Möglichkeit hat zu sagen "Nein, das mache ich nicht". Ein menschlicher Soldat kann das aber. Das ändert natürlich nichts daran das am Ende Menschen sterben. Die Erfahrung aber wird den Soldaten verändern, er wird dazulernen... der Roboter nicht. Ich meine nicht wie man am besten Menschen tötet das kann vielleicht auch der Roboter "lernen". Nein ich meine all das was eben nicht geplant war, den Schmerz den er fühlt, das Trauma das er vielleicht erleidet aus all dem wird er lernen.

Ein abgeschwächtes ähnliches Beispiel ist z.B. die Berechnung der Wahrscheinlichkeiten wie sich ein Mensch in Zukunft Verhalten wird, das spielt ja eine Rolle in der Kreditvergabe. Das ist ja schön und gut, aber wenn der Computer über die Kreditvergabe entscheidet der keinen Lebenskontext hat oder überhaut etwas verstehen kann, dann ist das im äussersten Maße unethisch. Jetzt könnte man sagen da steht ja immer noch ein Mensch am Ende der Kette. Aber ist es denn nicht so das der Mensch sich gerne dieser unrühmlichen Entscheidung entledigen möchte?

Ich will damit sagen es ist einfacher sich herrauszureden... es klingt nähmlich äußerst doof, wenn jemand behauptet es war doch das Gewehr das den Typen getötet hat, nicht ich... bei einer Drohne kann man aber schon sagen naja, wir haben das Ding betankt und so, und dann ist es los, aber damit hatten wir ja nichts mehr am Hut... die machen doch was die Konstrukteure ihnen reingeimpft haben.

Also haben wir hier ein Verantwortungsproblem und auch einen unmittelbaren Emotionsdämpfer nämlich den gewonnen Abstand, woraus sich ergibt das der Schaden größer wird, weil man nämlich nun lernt "Ok, es berührt mich selbst ja nicht"...

#5 bogarnil limdal

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Geschrieben: 06. August 2009, 00:23

als advokat des teufels würde ich jetzt einwenden, daß die maschine auch nicht ausrastet und schon gar nicht eigene rechtfertigungsmuster entwickelt. grundsätzlich sehe ich das problem aber so wie du auch: schon allein der gedanke, das töten noch weiter zu einer funktion zu degradieren, ist ethisch nicht vertretbar. verantwortung muß an jedem glied der befehlskette einforderbar sein. aus dem gleichen grund sind sprengfallen international geächtet.

was für mich allerdings bei derzeitiger quellenlage nicht ersichtlich ist: sollen die drohnen tatsächlich optimiert töten oder vielmehr optimiert nicht töten? denkbar wäre ja der gezielte angriff auf technische komponenten ohne gefährdung der bedienenden menschen.

#6 Rabenfutter

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Geschrieben: 07. Januar 2010, 11:19

Beitrag anzeigenbogarnil limdal schrieb am 06. August 2009, 00:23:


was für mich allerdings bei derzeitiger quellenlage nicht ersichtlich ist: sollen die drohnen tatsächlich optimiert töten oder vielmehr optimiert nicht töten? denkbar wäre ja der gezielte angriff auf technische komponenten ohne gefährdung der bedienenden menschen.

Die Entwicklungswege der Waffenindustrie klingen nicht nach optimiert-sanftem Krieg.
"Turrican"-artige Kampfausrüstung für Infanteristen, uranhaltige Panzermunition und die Option, Drohnen mit gefürchteten Raketen oder Bomben (Zitat web.de) bestücken zu können, verheißt keinen netten Umgang mit dem Menschen am anderen Abzugshebel.

#7 Gast_Fanal_*

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Geschrieben: 07. Januar 2010, 20:16

Das wäre ein Unding!!!
Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommt. Beim amerikanischen Militär gibt es halt Think Tanks mit der Aufgabenstellung 'think the unthinkable', da ist wohl eines dieser Gedankenspiele vielleicht irgendwie nach draussen gekommen und wird jetzt aufgebauscht, anders kann ich mir das nicht erklären. Prinzipiell bin ich allerdings sehr wohl für den (von Menschen ferngelenkten) Einsatz von Drohnen ...





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