Gestern hatte ich eine Lieferung bekommen und es war alles x-mal verpackt und verschachtelt.
Plastikzeug z.Bsp. wird nach China verkauft, und wir bekommen es später als Kleidung wieder.
Was will man dadurch erreichen?
Mehr Export u. Import?
P.S.:
Öko-Gegner sagen, es wird eh alles verbrannt.
cu,
schöne Ostern
Warum wird alles doppelt und x-fach verpackt?
Was soll das?
Eröffnet von André, 05.08.09, 01:16
5 Antworten zu diesem Thema
#3
Geschrieben: 12. August 2009, 19:04
Das sind wohl 2 Themen in einem.
Zuerst die Verpackungen, bei denen ich mich auch immer wieder frage, ob eine solche Müllflut denn unbedingt generiert werden muß, dreimal eingepackte Lebensmittel zum Beispiel. Klar sind Einzelportionen ganz nett, aber die müssen nicht doppelt verpackt sein, nur, damit man irgendwas zum Auspacken hat.
Ich befürchte da, Rabenfutters Argument, die Freude am Auspacken, ist da das einzig Ausschlaggebende.
Warum so ein Haufen Kram hin und hertransportiert wird? Naja, perverserweise ist das günstiger, als es hier fertigen zu lassen.
Irgendeinen Rohstoff 5 mal um die Welt fliegen zu lassen, kommt billiger als die Arbeit hier, weil die Schiffe mit Billigöl laufen, weil die Fluglinien von der Kraftstoffsteuer befreit sind und weil beides auch noch subventioniert wird und weil die Chinesen keine Krankenversicherung haben.
Würde es WIRKLICH das kosten, was es eigentlich kostet, wenn man mit raffiniertem Dieselöl fahren würde, wenn die Kraftstoffsteuer auf Kerosin veranschlagt würde und wenn die Infrastruktur tatsächlich von den Firmen bezahlt würde, dann würde man auf jeden Fall hier produzieren.
Die einzige Handhabe hat der Konsument, sich für Dinge zu entscheiden, die aus der Umgebung kommen (übrigens auch und besonders Fleisch!) und die vernünftig verpackt sind. Wenn es um Versandartikel geht, steht das jedoch meistens nicht in der Macht.
Zuerst die Verpackungen, bei denen ich mich auch immer wieder frage, ob eine solche Müllflut denn unbedingt generiert werden muß, dreimal eingepackte Lebensmittel zum Beispiel. Klar sind Einzelportionen ganz nett, aber die müssen nicht doppelt verpackt sein, nur, damit man irgendwas zum Auspacken hat.
Ich befürchte da, Rabenfutters Argument, die Freude am Auspacken, ist da das einzig Ausschlaggebende.
Warum so ein Haufen Kram hin und hertransportiert wird? Naja, perverserweise ist das günstiger, als es hier fertigen zu lassen.
Irgendeinen Rohstoff 5 mal um die Welt fliegen zu lassen, kommt billiger als die Arbeit hier, weil die Schiffe mit Billigöl laufen, weil die Fluglinien von der Kraftstoffsteuer befreit sind und weil beides auch noch subventioniert wird und weil die Chinesen keine Krankenversicherung haben.
Würde es WIRKLICH das kosten, was es eigentlich kostet, wenn man mit raffiniertem Dieselöl fahren würde, wenn die Kraftstoffsteuer auf Kerosin veranschlagt würde und wenn die Infrastruktur tatsächlich von den Firmen bezahlt würde, dann würde man auf jeden Fall hier produzieren.
Die einzige Handhabe hat der Konsument, sich für Dinge zu entscheiden, die aus der Umgebung kommen (übrigens auch und besonders Fleisch!) und die vernünftig verpackt sind. Wenn es um Versandartikel geht, steht das jedoch meistens nicht in der Macht.
#5
Geschrieben: 19. August 2009, 13:21
Kerberos schrieb am 12. August 2009, 20:31:
Das mit dem billiger Produzieren hab ich noch nie kapiert, die Chinesen verdienen nicht genug um es sich zu leisten und bei uns sind die Leute dafür Arbeitslos... so richtig viel Sinn macht das doch nicht...
Naja, ist doch ganz einfach. Solange die hiesigen Arbeitslosen noch genug Kohle haben, um den chinesischen Krempel zu kaufen, ist die Gewinnspanne höher als wenn es sich nur die Leute mit Vermögen leisten könnten, weil es durch unsere Sozialabgaben teurer produziert wird.
So hat man alle Konsumentengruppen, die man abfassen kann: reiche und weniger reiche Europaeer und vermögendere Chinesen, wenn wir jetzt mal nur bei dem sturem Schema "Chinese" "Deutscher" bleiben.
Würde es hier hergestellt fielen sowohl arme Europäer als auch die bessergestellten Chinesen weg (also die, die mehr verdienen als der Wanderarbeiter. Es gibt ja da auch eine Oberschicht, die es nicht kümmert und die Miele kauft.).
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