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224 Antworten zu diesem Thema

#21 Libera

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Geschrieben: 18. November 2009, 03:16

Ellen DeGeneres: The Funny Thing Is...
Das ist übrigens eines der Bücher, die man besser hören sollte. Ellen DeGeneres liest selbst, was das Hörbuch zu einer ellenlangen Ellen-Stand-up macht.
Herrlich. Schlau. Witzig. Und komplett auf Youtube.

Edgar Allan Poe: Selected Tales (Penguin Popular Classics)
Halloween ist vorbei, meine Ausgabe ist schon völlig zerfleddert, aber Poe kann einem doch immer wieder den Boden unter den Füßen wegreissen...
Lieblingsgeschichten: The Pit and the Pendulum, The Black Cat, The Tell-Tale Heart, The Oval Portrait, The Murders in the Rue Morgue und natürlich The Fall of the House of Usher

Bearbeitet von Libera, 18. November 2009, 03:17,


#22 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 18. November 2009, 11:39

Interessant, Ellen DeGeneres kommt auf jeden Fall auf meine Liste. Ich bin nämlich auch immer auf der Suche nach guten Hörbüchern.

Ich habe gerade Simone de Beauvoirs "Alle Menschen sind sterblich" gelesen und gemerkt, dass historische Romane nicht meins sind. Dabei muss man sagen, dass der Roman wahrscheinlich kein klassischer Historienschinken ist, es geht vielmehr darum zu zeigen, dass die Menschheit nichts aus der Geschichte lernt, sich die gleichen Dinge letztlich nur wiederholen und um die Endlichkeit des Seins. Die Hauptfigur ist unsterblich und gemeinsam mit ihr durchläuft der Leser die Jahrhunderte und die Qualen, die sich allem Anschein nach einstellen, wenn man für immer auf diesem Planeten leben muss. Das ist definitv ein spannendes Thema, mit längeren Abhandlungen über Kriege kann ich aber leider nicht so viel anfangen.

#23 Libera

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Geschrieben: 18. November 2009, 13:04

Dann könnte dir vielleicht Virginia Woolf: Orlando besser gefallen. Das schlägt grundsätzlich in die gleiche Kerbe, und diente vermutlich unser aller Lieblings-Beauvoir als Inspiration. Woolfs Sprache ist aber leichter verträglich... und sehen wir den Tatsachen ins Auge: Orlando ist auch spannender und deutlicher in seinen Aussagen zu Genderkonstruktion. Ein Meisterwerk, dass es übrigens zur Abwechslung vom Lesen auch in mehreren hübschen Verfilmungen gibt...

Ellens verquaste Lebensweisheiten sind hingegen immer extrem unterhaltsam. Viel Spaß :-)

Bearbeitet von Libera, 18. November 2009, 13:06,


#24 silastischer waffenteufel

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Geschrieben: 18. November 2009, 20:11

Beitrag anzeigenLibera schrieb am 18. November 2009, 13:04:

Dann könnte dir vielleicht Virginia Woolf: Orlando besser gefallen. Das schlägt grundsätzlich in die gleiche Kerbe, und diente vermutlich unser aller Lieblings-Beauvoir als Inspiration. Woolfs Sprache ist aber leichter verträglich... und sehen wir den Tatsachen ins Auge: Orlando ist auch spannender und deutlicher in seinen Aussagen zu Genderkonstruktion. Ein Meisterwerk, dass es übrigens zur Abwechslung vom Lesen auch in mehreren hübschen Verfilmungen gibt...

Ellens verquaste Lebensweisheiten sind hingegen immer extrem unterhaltsam. Viel Spaß :-)


Zumindest kenne ich eine Verfilmung mit Tilda Swinton, die wirklich toll war (also die Verfilmung als auch die Swinton... ;-)). Normalerweise sind Bücher besser als die Filme, was im Grunde nur für die Vorlage spricht.

#25 Schattenläufer

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Geschrieben: 18. November 2009, 23:08

Ich lese gerade Susan Sontag - Über Fotografie.

Dieses Buch enthält vier Essays der berühmten Literatur- und Kulturkritikerin. Für Straßenbahnfahrten ist es eigentlich nicht sehr geeignet, aber wenn man es gewöhnt ist, geht das auch ;)
Jedenfalls ist es sehr interessant, was sie sich damals für Gedanken über die Fotografie gemacht hat und wie zukunftsweisend und zutreffend diese Gedanken tatsächlich waren.

#26 bogarnil limdal

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Geschrieben: 19. November 2009, 16:49

war susan sontag nicht auch mit einer berühmten fotografin verheiratet?

ich habe jetzt übrigens "gast im weltraum" von lem angefangen, das ich zufällig geschenkt bekommen habe ;-)

#27 Schattenläufer

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Geschrieben: 19. November 2009, 16:58

Beitrag anzeigenbogarnil limdal schrieb am 19. November 2009, 16:49:

war susan sontag nicht auch mit einer berühmten fotografin verheiratet?

ich habe jetzt übrigens "gast im weltraum" von lem angefangen, das ich zufällig geschenkt bekommen habe ;-)

Ja. Susan war mit Annie Leibovitz zusammen, leider geht es mit der Frau aber ziemlich bergab...

Worum geht es in "Gast im Weltraum?"

#28 bogarnil limdal

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Geschrieben: 19. November 2009, 17:10

ach, annie leibovitz heißt sie... ja, ich habe gehört, daß sie finanzielle schwierigkeiten habe, die wohl auch mit ihrem künstlerischen eigensinn zusammenhängen, ihre hochwertigen fotografien nicht in jedem klatschblatt verwerten zu wollen. das ist mir grundsätzlich erstmal sympathisch.

was schreibt denn sontag so zur fotographie? läßt sich das auf ein oder zei grundthesen runterbrechen? vielleicht ist das ja inspiration fürs baldige pandora-photographietreffen?

was den inhalt des lem-romans angeht - den muß ich mir noch erlesen. es ist jedenfalls als eine art rückblick auf eine weltraummission verfaßt und schildert wohl die technischen, menschlichen und gesellschaftspolitischen schwierigkeiten, die dabei zu meistern waren. alles atmet marxistische ideologie, das ist ein bißchen gewöhnungsbedürftig. ich mag lem, kannte aber bislang eher nur spätere (tendenziell fortschrittsskeptische) romane und seine kurzgeschichten. gast im weltraum ist ein frühwerk und wurde von t'lar in diesem thread empfohlen (siehe ziemlich weit oben). grundsätzlich erwarte ich aber auch hier vordergründig eine spannende science-fiction-geschichte.

#29 Schattenläufer

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Geschrieben: 19. November 2009, 17:36

Stimmt. Wobei sich Annie auch ziemlich mit Kauf- und Ausbau von Immobilien, dem Liegenlassen teurer Ausrüstung sowie allgemein zu hohen Produktionskosten in die Misere gebracht hat.
Sehr schade!
Dass sie ihre Fotografien nicht unter Wert verkaufen will, finde ich ebenfalls löblich.

Die Aufsätze von Susan zusammen zu fassen, ist nicht ganz einfach. Sie hat das Thema recht umfassend analysiert und sich auch mit der Entwicklung der Fotografie beschäftigt.

Ich stelle hier mal einfach einige Stichpunkte in den Raum, die teilweise auch für das Fotografietreffen hilfreich sein könnten:

- Fotografie stellt von Natur aus Wahrhaftigkeitsanspruch
- teilweise Konkurrenz zur Malerei; gegenseitiges Lernen
- Anfangs gern von Surrealisten genutzt, gutes Medium für Auftrag des Surrealismus
- Möglichkeit, dass Kamera lügen kann machte Fotografie noch interessanter
- räuberische, teils kriegerische Natur (zudem Begriffsanalogien)
- verschiedenste Herangehensweisen (Bild im Kopf vor dem Auslösen, intuitive Fotografie, Maschienengewehrmethode, umfassende Planung vor Shooting,...)
- Suche nach dem Exotischen/ Herausheben von Alltäglichem als etwas Exotisches
- häufige Abbildung von sozialen Ungerechtigkeiten, Kriegsopfern,...
- Abstumpfung durch Fotografie -> Suche nach immer schlimmeren Motiven
- automatische, kalte Objektivität
- Anfangs oft Suche nach "schönen" Motiven, später Suche nach Schönheit im Unvollkommenen

#30 unit299_09

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Geschrieben: 26. November 2009, 22:43

Ich lese grad Frank Hörnigk - Erwin Geschonneck eine deutsche Biografie.
Ich finde Leben und Werdegang des Schauspielers ziemlich interessant. Leider ist der Druck superanstrengend zu lesen.



Was ich immer mal empfehlen wollte ist Ernst Röhl - Wo bleiben die Westpakete.
Ich lange nicht soviel gelacht wie bei diesem Buch..

Bearbeitet von unit299_09, 26. November 2009, 22:43,


#31 Rennie

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Geschrieben: 05. Dezember 2009, 21:48

Ich lese gerade Bücher über die sächsische Mundart, in sächsischer Mundart.
Ich stimme mich praktisch auf die Weihnachtszeit ein. Mein Raachermann´l hab ich schon aufgestellt. S´ bläst de Schwodn wag. :D

Bearbeitet von Rennie, 05. Dezember 2009, 21:49,


#32 diabo loiro

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Geschrieben: 06. Dezember 2009, 23:42

pratchetts "der fünfte elefant". ich finde es herrlich wie schön man politik und diplmatie darstellen kann. es braucht eben nur zwerge, werwölfe, vampire und einen schnüffler! immer wieder schön. lese es jetzt schon zum dritten mal.

ansonsten kann ich nur empfehlen, ebenfalls vom selben autor: die philosophen der scheibenwelt und ähnliche werke. da sie a) die typischen scheibenweltromane enthalten und B) man noch zusätzlich gut über die rundwelt, also unsere, aufgeklärt wird.

#33 phriedrich

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Geschrieben: 10. Dezember 2009, 11:58

Alexander Solschenizyn - Der Archipel Gulag

Ich hab ja schon einiges darüber gelesen und mich ein wenig mit dem Stalinismus beschäftigt, aber das schiere Ausmaß, die Willkürlichkeit und der quasi allgegenwärtige Terror und das alles noch über einen so langen Zeitraum, sind doch irgendwie sehr schwer zu begreifen.

#34 Libera

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Geschrieben: 11. Dezember 2009, 14:51

Badewannenbuch:
Lewis Carroll - Through The Looking-Glass And What Alice Found There
Für Kinder lustig, für Erwachsene tiefgründig und metametameta.

Bettbuch:
Christine Brückner - Wenn du geredet hättest, Desdemona
Interessantes Was-wäre-wenn-Spiel mit berühmten Frauengestalten in der Literatur. Man sollte sich ein kleines bisschen mit den jeweiligen Hintergründen auskennen, damit man die ganze Tragweite der fiktiven Monologe fassen kann. Dann ist die Lektüre nicht nur für lila Latzhosen, sondern für alle Literaturfreunde ganz spannend.

#35 Rennie

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Geschrieben: 13. Dezember 2009, 10:45

Vom Thron zum Schafott.
Ein recht amüsantes Buch. Gut vorm Schlafen zu lesen.

#36 Sirkka

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Geschrieben: 29. Dezember 2009, 22:30

Ich lese wieder einmal viel zu viele Bücher auf einmal, aber was soll's.:rolleyes:

S.Lem - Robotermärchen. Ich mag es einfach, der düstere Charme, kleine kurze Geschichten und dabei nicht mal dumm, sondern zum Nachdenken anregend. Wunderbare Wortspiele gepaart mir Lems einzigartigem Charme... :)

R. Mead - Succubus on Top. Literarisch so gar nicht wertvoll, aber amüsant und erheiternd, als gute-Laune-Buch beim Frühstück. ;)

G Vidal - Palimpset. Ich habe es erst angefangen: Vidal ist ein komplexer Mensch, der vielschichtig schreibt, sich dabei jedoch nicht verliert. Bisher amüsant und spannend. =)

Bearbeitet von Sirkka, 02. Januar 2010, 15:18,


#37 Sirkka

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Geschrieben: 09. Januar 2010, 15:34

Zwischendurch hinzugekommen: 

Jörg Kastner - Teufelssohn,  =) nice, really nice. 






#38 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 14. Januar 2010, 00:38

Beitrag anzeigenSirkka schrieb am 29. Dezember 2009, 22:30:

Ich lese wieder einmal viel zu viele Bücher auf einmal, aber was soll's.:rolleyes:

das sind tatsächlich eine menge bücher auf einmal. da muss man sich mühe geben, nicht den überblick zu verlieren... ich kenne leider keinen der autoren, bis auf lem natürlich. von dem habe ich immerhin schon zwei seiner kurzgeschichten gelesen und mir vorgenommen auch mindestens ein ganzes buch zu schaffen.

im moment lese ich zum zweiten mal "jenseits von eden" von john steinbeck. neben j.d. salinger ist er mein absoluter lieblingsschriftsteller. "jenseits von eden" ist eine art amerikanische familiensaga die im neunzehnten jahrhundert ihren anfang findet. zu grunde liegt das biblische kain-und-abel-motiv, das in den verschiedenen teilen des buches in variationen auftaucht. jenseits von eden ist eine wirklich meistervolle beschreibung des menschlichen wesens und jener dinge, gut wie schlecht, zu denen es fähig ist. ich glaube es steckt sehr viel weisheit in diesen zugegeben vielen seiten.

#39 Libera

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Geschrieben: 31. Januar 2010, 01:31

E HE HE HENDLICH ist es mein, und ich habs natürlich unter Vernachlässigung aller anderen Lebensfunktionen gleich durchgekloppt:

Russell Brand: My Booky Wook
Ausgesprochen authentische Autobiographie von dem einzig wahren S&M Willy Wonka der britischen Comedy.
Die Geschichte beginnt und endet in Russells Sexsucht-Therapie. Nach dem lachenden und staunenden und schluchzenden Genuss seiner Lebensgeschichte fragt man sich nicht mehr warum.
Anekdotenhaft, pointiert und charmant gesponnen wie seine Liveshows.
Und zum Glück: Katy Perry kommt (noch) nicht vor!

[edit] Das ist übrigens der Typ aus Forgetting Sarah Marshall. Der mit dem schnuffigen Song.

Bearbeitet von Libera, 31. Januar 2010, 01:34,


#40 Sirkka

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Geschrieben: 12. Februar 2010, 22:46

Beitrag anzeigenSirkka schrieb am 09. Januar 2010, 15:34:

Zwischendurch hinzugekommen: 

Jörg Kastner - Teufelssohn,  =) nice, really nice. 



Das Ende war einfach zu abgehakt, einfach merkwürdig, seltsam. Zu kurz gerafft...
Das hat das Buch kaputt gemacht. =(




@An Chiadhuibh:

R.Meads muss man nicht kennen, Unterhaltungsliteratur... Nichts bewegendes...  &

Gore Vidal - „Seit es die USA gibt, ging es darum, andere Staaten zu dominieren. Wir haben sie wirtschaftlich abhängig gemacht. Wir geben militärisch den Ton an. Und wir setzen, dank CIA und FBI, auf ihrem Gebiet unsere Politik durch.“



Inzwischen hab ich nur noch Palimpset offen, aber erst muss ich noch Verdammnis und Vergebung von Stieg Larsson lesen, ich bin gespannt. =) Verblendung war ausgezeichnet - intelligent und spannend geschrieben. Hoffentlich geht es so weiter.

Falls ich mal wieder mehr Zeit zum Lesen habe, ich bin zur Zeit nur noch am arbeiten... Da muss ich übrigens was 'superspannendes' lesen... "Einführung in SAP Business One" vom Mayerhofer... Wenn's wenigstens interessant wäre... klicken kann ich alleine...

 

Bearbeitet von Sirkka, 12. Februar 2010, 22:50,






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