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Die Zukunft der Arbeit, die Gesellschaft von morgen.
Konzepte, Trends, Visionen.


1 Antwort zu diesem Thema

#1 unit299_09

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Geschrieben: 06. Oktober 2009, 20:43

Es gibt derzeit viele Begriffe, die Zukunft der Arbeit und damit auch die Zukunft der Bedarfsdeckung der Mehrheit der Menschen, betreffend die vielerorts mehr oder minder intensiv diskutiert werden. Sei es das bedingungslose Grundeinkommen, Hartz 5,6,7,8, die 20/80 Gesellschaft, Sozialabbau, usw..
Ich bin seit der Jahrtausendwende auf meinen Recherchen durchs Internet immer mal wieder auf den Namen Jeremy Rifkin, Autor des Buches "Das Ende der Arbeit" (welches ich unbedingt noch lesen muss) gestossen. Er referiert über Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, z.B. dass mit fortschreitender Rationalisierung und Globalisierung in naher Zukunft 20% der vorhandenen Arbeitskraft ausreicht um den kompletten Bedarf zu decken.
Dies verlangt ein ganzheitliches Umdenken die Einkommenssituation von 80% der Bevölkerung und die Deckung deren täglichen Bedarfs betreffend, will man die Würde des Menschen bewahren, denke ich. Nun aus diversen Artikeln und Interviews wie diesem (Fragestellung) lässt sich entnehmen, dass die Gesellschaft nicht gewillt ist, sich dieser Realität zu stellen und sich mit der Situation auseinander zusetzen.

Ebenso ist der Fakt das Begriffe wie "Vision" und "Utopie" welche mittlerweile derart negativ behaftet sind, dass sie beim Ottonormalverbraucher Unbehagen auslösen und mit Vertrauensverlust einhergehen, werden diese Begriffe von Parteien und Politikern benutzt, meiner Meinung nach äusserst bedenklich.

Brauchen wir nicht gerade jetzt Visionen und Utopien um mit der Lähmung der Entwicklungs- und Handlungsfähigkeit unserer Gesellschaft (gehen wir mal davon aus, dass die vielgebrauchte Argumentation seitens der Politik "Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil Unternehmen Stellen ins Ausland verlagern. Wir haben genug Arbeit, es gibt nur zu wenig ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte. Es gibt zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind." richtig und wahr ist) Schluss zu machen?

Die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen finde ich derzeit wichtig und richtig und ich denke dessen Einführung wäre ein richtiger Schritt um mit dem Sozialleistungsirrsinn fertig zu werden.

In diesem Artikel, der leider schlecht aufgearbeitet ist, werden m.E. die richtigen Punkte angesprochen.

Wie seht Ihr die Zukunft der Arbeit als Deckungsquelle für den Lebensunterhalt?

Bearbeitet von unit299_09, 06. Oktober 2009, 20:45,


#2 silastischer waffenteufel

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Geschrieben: 11. Oktober 2009, 19:15

Zitat

Wie seht Ihr die Zukunft der Arbeit als Deckungsquelle für den Lebensunterhalt?

ich sehe hier die Frage falsch gestellt, denn es impliziert als leisteten Künsterler, Erziehungsberechtigte und ehrenamtliche Mitarbeiter keine Arbeit.
Die Frage, die man eher stellen sollte, ist die nach der Angemessenheit des Leistungsbegriffes und dessen Entlohnung.
Natürlich wird Arbeit immer das Leben bestimmen, weil fast jeder eben irgendeine Arbeit hat, unabhängig davon, ob diese nach dem derzeit gültigen Leistungsbewertungssystem entgolten wird oder nicht. Selbst die von der Arge abverlangten Bewerbungen machen Arbeit, von der die Leistungsbeziehung zu guter Letzt abhängt.
Klar könnte man sich das sparen, das Grundeinkommen einführen und damit wenigstens auch derzeit nicht entgoltene Leistungen irgendwie honorieren. Bis dahin bedarf es aber noch vieler Nerven und Geduld.





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