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Gran Torino


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#1 Sisko

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Geschrieben: 28. Juni 2009, 13:34

Gran Torino

Es gibt Leute mit denen man sich besser nicht anlegen sollte. Schon einmal aufgefallen? Solche wie Dirty Harry oder Joe aus "Für eine Handvoll Dollar".

Clint Eastwood, der hier Regie führt und den Film produziert hat, ist inzwischen 78 Jahre alt und inszeniert hier seinen eigenen grandiosen Abgang.

Seine Figur Walt Kowalski wohnt in einem Vorort von Detroit. Er verteidigt dort seinen Vorgartenrasen gegen Nigger, Mexikaner, Chinesen, Juden und irischen Säufer. Es scheint so als wäre er der letzte wahre und echte Amerikaner in diesem Viertel. Er kämpft das letzte Gefecht. The Last Stand. So wie es Clint Eastwood schon sehr oft in seinem Filmen gemacht hat. Dafür wofür sein Image steht.

Walt arbeite sein Leben lang bei Ford, kämpft mit seinen Kriegserfahrungen aus Korea, dort wo sie "die toten Schlitzaugen zwei Meter hoch gestapelt haben um sie als Sandsäcke zu benutzen", seinem bevorstehenden Tod und mit dem Niedergang Detroits. An die alten glorreichen Zeiten erinnert nur noch sein "Gran Torino". In dem Film fährt er ihn nie. Er putzt ihn, er glänzt in der Sonne und abends nachdem er den Rasen als einziger in seinem Viertel ordentlich gemäht hat, wie er meint, sitzt er auf seiner Veranda, trinkt sein zehntes Bier und schaut ihn wehmütig an. Der Gran Torino steht für Detroit, dass ehemalige Herz Amerikas. Und Walt ist der letzte wahre Amerikaner.

Als Thao, der Nachbarsjunge, versucht seinen Gran Torino zu stehlen, um in einer asiatischen Gang aufgenommen zu werden, verhindert er dieses. Kurz darauf verteidigt Walt seinen Rasen gegen diese asiatische Jugendgang und vereitelt so indirekt einen Übergriff auf Thao. Die beiden lernen sich kennen und schließen Freundschaft. Thao ist nicht so wie Walt sich die Jugend in seinem Weltbild vorstellt. Nein, er ist ein recht intelligenter und leicht schüchterner junger Mann. Ja sogar einer der, ganz unüblich in diesem Viertel, den Nachbarn bei dem Tragen der Einkaufstaschen hilft. Das Weltbild des letzten alten Amerikaners fängt an zu bröckeln. Als er dann noch seine Schwester Sue vor einer schwarzen Jugendgang rettet, nähert der einsame alte Mann sich der Nachbarsfamilie vollends an.

Sue lädt ihn zu einem Grillabend ein, und Walt nimmt an, sein Bier war ja auch alle, was soll man da machen. Auch wenn es gegrillte Hunde geben sollte.

Die asiatische Gang lässt Thao aber nicht zufrieden. Es geht nicht dass einer nicht zu einer Gang in diesem Viertel gehört. Und als sie auch noch eine Zigarette auf Thao's Gesicht ausdrücken, löst Walt, Dirty Harry, Joe die Sache mit Gewalt und er rüstet standesgemäß zum letzten Gefecht.

Ein würdiger Abgang, eines Mannes, einer Schauspielerrolle, die mit dem Alter ein bisschen an Weisheit gewonnen hat.

Was immer er tun wird... sie haben verdammt nochmal keine Chance...

Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Nick Schenk (Drehbuch), Dave Johannson (Geschichte)
Produktion: Clint Eastwood, Bill Gerber, Robert Lorenz
Musik: Kyle Eastwood, Michael Stevens
Erscheinungsjahr: 2008

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