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Literaturnobelpreis und deutscher Buchpreis 2009


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12 Antworten zu diesem Thema

#1 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 13. Oktober 2009, 16:24

Literaturnobelpreis, der deutsche Buchpreis und die Frankfurter Buchmesse: im Herbst wird drinnen wie draußen fleißig geblättert. Welche Bücher auf den Nachtschränkchen landen werden, beeinflussen nicht zuletzt die unzähligen Literaturpreise, die jedes Jahr vergeben werden und dem gemeinen Leser versichern sollen, dass es sich hier um qualitativ Hochwertiges handelt.Gerade wurden Herta Müller und Kathrin Schmidt mit den renommiertesten Preisen der Branche, dem Literaturnobelpreis, bzw. dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Allein ein Grund die Buchläden zu stürmen? Sind preisgekrönte Bücher wirklich die „besseren“ Bücher? Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Lektüre aus?


Hier mehr zu den beiden aktuellen Preisen und ihren Gewinnern:

Die 56-jährige deutsche Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller kommt ursprünglich aus Rumänien, wo sie unter der Ceaușescu-Dikatur stark von der Zensur betroffen war und 1987 in die Bundesrepublik Deutschland ausreiste. Das 2009 erschienene Buch „die Atemschaukel“ brachte ihr nun den mit 10 Millionen schwedischen Kronen dotierten Preis ein. Begründet wurde die Wahl mit der Intensität ihrer Literatur. Sie habe „mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit“ gezeichnet, so die Jury. Herta Müller ist u.a. neben Heinrich Böll, Günther Grass und Herman Hesse die siebte Deutsche, die den Nobelpreis für Literatur erhalten hat.

Herta Müller galt auch als Favoritin für den am 12.10.2009 vergebenen, mit 25 000 Euro dotierten deutschen Buchpreis. Den erhielt jedoch überraschend die in Gotha geborene Kathrin Schmidt für ihren autobiographischen Roman „Du stirbst nicht“. In diesem schildert die 51-Jährige die Geschichte einer Schriftstellerin die durch einen Gehirnschlag die Kontrolle über ihr wichtigstes Instrument, die Sprache, verliert. Zudem ist ihr Gedächtnis in Mitleidenschaft gezogen und es beginnt ein mühsamer Kampf um die eigene Identität. „Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen“, so die Jury.


Links zum Thema:

http://nobelprize.or...zes/literature/
http://www.deutscher...is.de/de/296796


Kathrin Schmidt im Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur am 13.10.2009:

http://www.dradio.de.../thema/1049979/


Dossier zu Herta Müller und ihrem Roman „Die Atemschaukel“:

http://www.ard.de/-/...f4uq/index.html

#2 bogarnil limdal

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Geschrieben: 13. Oktober 2009, 23:41

das radiofeuilleton habe ich gehört und es hat mich ziemlich beeindruckt, was da im roman an autobiographischen hintergrund verarbeitet wurde. später kam auch dort eine interessante diskussionsrunde zum thema "animieren literaturpreise zum lesen dieser werke?" eine wirklich gute frage - bei filmen habe ich mich durchaus davon leiten lassen, bei büchern bin ich bislang immer den empfehlungen von anderen lesern gefolgt.

ps: nobel = loben?

#3 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 15. Oktober 2009, 10:51

es ist wirklich gar nicht so einfach gute bücher zu finden, sie aufzuspüren in diesem riesigen angebot der buchläden, bibliotheken und antiquariate. entweder man hat glück, fischt zufällig ein interessantes buch heraus und liest sich anschließend durch das reportoire des autors oder vertraut auf empfehlungen der medien, buchhändler und freunde. ich bin eine weile ganz gut damit gefahren freunde nach ihren lieblingsbüchern zu fragen und habe so schon einiges lesenswerte entdeckt. in der bibliothek verfolge ich dann verschiedene strategien:
1. nachschauen, ob mir bereits bekannte und für gut befundene autoren mal wieder was geschrieben haben
2. bei den neuerscheinungen schauen
3. unter "preisgekröhntes" stöbern

und da kommen auch schon die preise ins spiel. auf der offiziellen seite des nobelpreiskomitees läuft gerade eine umfrage mit dem titel "haben sie schon einmal etwas von herta müller gelesen?" gerade mal 7% haben mit "ja" gestimmt. gleichzeitig habe ich gehört, dass ihr neuestes buch ausverkauft ist und jetzt schnellstens nachgedruckt wird. preise, vor allem mit nobel vorne dran, wirken also wunder was die verkaufszahlen angeht (obwohl das ja noch nicht heißt, dass alle das buch auch lesen, es macht sich vielleicht auch ganz gut als schmückendes beiwerk im bücherregal). und sie sorgen dafür, dass mit den autoren auch bestimmte themen in der szene diskutiert werden. herta müllers ureigenes thema ist die diktatur und auch ihre person selbst, als rumäniendeutsche, steht plötzlich in der öffentlichkeit.

interessanter ist meiner meinung nach aber die vergabe des deutschen buchpreises, der, so waren sich die medien überwiegend einig, auch an herta müller gehen sollte. und nun wird spekuliert: hat sie ihn nicht bekommen, weil sie ja kurz zuvor bereits mit dem nobelpreis ausgezeichnet wurde? wonach werden die preisträger dann ausgewählt? nach der qualität des buches oder nach anderen kriterien? sicherlich wäre der deutsche preis hinter dem nobelpreis verblasst und mit der vergabe an kathrin schmidt erhält eine weitere schriftstellerin die chance bekannt zu werden.

und um jetzt mal zum punkt zu kommen: ich lasse mich schon von preisen beeinflussen, sowohl bei buch als auch bei film und bin meistens gut damit gefahren. es ist mir allerdings auch schon oft passiert, dass ich einen autor gelesen und erst hinterher erfahren habe, dass er nobelpreisträger ist und eine menge guter autoren haben leider nicht das glück auf irgendeiner preisliste zu landen. deshalb sollte man sich vielleicht manchmal auch einfach überraschen lassen.

#4 silastischer waffenteufel

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Geschrieben: 18. Oktober 2009, 10:56

Ich gehe schon nach Preisen und Auszeichnungen, wenn ich nach Büchern suche. Um ehrlich zu sein, habe ich keinen Überblick über dieses riesige Angebot und vor allem dessen Qualität. Wahrscheinlich wäre ich auf den durch sämtliche Talkshows tingelnden Kehlmann von allein aufmerksam geworden, aber von Herta Müller habe ich bisher noch nie gehört, ebensowenig von Trellkamp.
Literatur ist zu einem gewissen Teil äußerst subjektiv. Natürlich passiert es, daß man mit sog. Weltliteratur rein gar nichts anfangen kann. Einige mögen die Blechtrommel nicht, andere finden Effi Briest unglaublich öde, trotzdem ist eine Preisvergabe zumindest ein Anhaltspunkt, nach dem man sich richten kann, um zu sondieren, wenn man sich nicht gerade mit Trivialliteratur ala Fielding oder Pilcher abspeisen lassen will.
Mir ging es bisher so, daß ich kaum bereut habe, wenn ich so ein preisgekröntes Werk gekauft habe, weil die meistens doch ihr Geld wert waren. Aber wenn ich nach Inhaltsangabe gegangen bin und dachte, das könnte mir gefallen, wurde ich schon oft enttäuscht. Mein Paradebeispiel dafür ist "Das fünfte Kind" von Doris Lessing, was qualitativ ehrlich völlig unterirdisch war. Erst im Nachhinein bemerkte ich, daß sie offenbar noch "richtige" Bücher geschrieben hat und auch einen Nobelpreis bekommen hatte. Hätte ich mich ihr über einen ihrer bedeutenden Romane genähert, "dem goldenen Notizbuch" beispielsweise, der im Zuge der Preisvergabe immer wieder angesprochen wurde, hätte ich mit Sicherheit einen anderen Blick auf die Autorin.
Ein anderes Auswahlkriterium sind ebenfalls Empfehlungen meiner Bekannten.
Bisher waren auf jeden Fall die Leseerlebnisse die besseren, die entweder preisgekrönt oder Empfehlungen waren. Nach "könnte mir gefallen" wähle ich nun gar nicht mehr aus.

#5 Rabenfutter

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Geschrieben: 20. Oktober 2009, 22:32

Da es sich gehört, Weltliteratur zu lesen und zugleich den Großteil seines Lebens zwischenmenschlich, mindestens aber auch arbeitend oder schlafend zu verbringen, wähle ich große Werke mit wenigen Seiten aus.
Nach Kafka kam Hauptmann, davor las ich auch viel Böll. Jetzt eher Moers, ab und zu kriminalistisches Gedöns, kaum Magazin-Bestseller, sondern eher private Empfehlungen. Coelho ... naja ... H.Müller war mir ganz unbekannt.

Die Blechtrommel lag zufällig rum, aber "Krieg und Frieden" konnte nach 700 Seiten nicht mehr begeistern; "Schuld und Sühne" hingegen schon, wenn man eben auf langer Busfahrt von Leipzig nach Sizilien nur Senioren um sich rum hat und dieser Buchtitel noch zu imponieren vermag, ohne daß einem die Wangen gekniffen werden.

#6 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 21. Oktober 2009, 12:02

Beitrag anzeigenRabenfutter schrieb am 20. Oktober 2009, 22:32:

Da es sich gehört, Weltliteratur zu lesen und zugleich den Großteil seines Lebens zwischenmenschlich, mindestens aber auch arbeitend oder schlafend zu verbringen, wähle ich große Werke mit wenigen Seiten aus.
Nach Kafka kam Hauptmann, davor las ich auch viel Böll. Jetzt eher Moers, ab und zu kriminalistisches Gedöns, kaum Magazin-Bestseller, sondern eher private Empfehlungen.

dann ist moers aber die ausnahme, oder? das sind ja schon ganz schöne klopper... mein liebstes sehr umfangreiches buch ist "jenseits von eden" von john steinbeck. der mann hat definitiv zu recht den nobelpreis bekommen.

Beitrag anzeigenRabenfutter schrieb am 20. Oktober 2009, 22:32:

Coelho ... naja ...

oh ja, coelho ist so ein phänomen. ich erinnere mich, dass ich das als jugendliche verschlungen habe! ich schiebe es auf die alterspezifische verwirrung. obwohl, selbst mit abstand sind seine älteren bücher gar nicht so schlecht. der alchimist zm beispiel ähnelt sehr hesses siddhartha (man könnte natürlich argumentieren, gleich zu diesem werk zu greifen, was ich hiermit auch tue) seine neueren bücher erscheinen mir jedoch sehr selbstzentiert und irgendwie redundant.

#7 Rabenfutter

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Geschrieben: 21. Oktober 2009, 18:41

Hesse, oh, Hesse, unterschlug ich den?
Nun, wir wurden in der Schule zweimal mit ihm gepeinigt, immer wieder diese tragischen männlichen Helden, elitär, verschroben, seltsam.

Musils "Törleß" müßte eigentlich mal auf den Tisch.
Littells "Die Wohlgesinnten" eigentlich auch.

#8 bogarnil limdal

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Geschrieben: 22. Oktober 2009, 09:31

hesse habe ich auf empfehlung hin gelesen. wobei diese empfehlung darin bestand, daß mein mitbewohner "narziß und goldmund" in bohemien-pose mit ner flasche rotwein in der hand bei kerzenlicht las und sich im flackernden licht entzücken auf seinem gesicht regte. wenn ich es recht überlege, habe ich wirklich die meisten guten bücher entweder so oder "richtig" empfohlen bekommen oder aber gleich als geschenk unter tannenbäumen oder auf geburtstagstischchen gefunden. bei älterer, osteuropäischer sci-fi-literatur habe ich meist ein eigenes glückliches händchen gehabt, auf flohmärkten oder beim stibizen aus verwandschaftlichen bibliotheken. aber hier versprechen die titel und klappentexte einfacherweise auch nur das, was das buch anschließend auch halten kann. vor bücherregalen regulärer buchläden bekomme ich hingegen immer ein anödendes gefühl, bloß die wahl zwischen obeflächlichkeiten und belanglosem zu haben. da mittlerweile fast alle titel reißerisch aufgemacht werden und hier oft auch in der übersetzung des buchtitels bei fremdsprachigen werken der kleinste gemeinsame nenner zwischen dämlack und was-der-bauer-nicht-kennt gesucht wird, sehe ich mich außerstande, ein gespür für gute neue bücher zu entfalten. mein grundsätzliches mißtrauen gegenüber verkaufsgesprächen hilft hier auch nicht weiter, da ich nicht mal eben den händler nach einer empfehlung fragen kann.


also läuft es wie gesagt darauf hinaus, leute zu befragen, von denen ich weiß, daß sie meinen geschmack kennen, rezensionen bis zur hälfte anzuhören (weil es die dussel im radio nie schaffen, nicht doch noch begeistert die pointe zu verraten) oder mir einen buchhändler des vertrauens zu suchen, von dem ich weiß, daß er die empfohlenen bücher auch selber wenigstens angelesen hat.

bestellungen aus dem katalog kämen für mich nach einigen erschreckenden entdeckungen (z.b will bertholts schwurbelig prosaisch zusammenfabuliertes "42 attentate auf hitler" bei weltbild & co mit u.a. david irving in der quellenangabe!) nur noch für fundierte wissenschaftliche fachliteratur in frage, die ich bereits aus der bücherei kenne. allerdings sind solchze bücher vermutlich nicht in katalogen zu finden.

#9 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 26. November 2009, 10:22

Beim frühstücklichen Radiohören erstaunte mich gerade folgender Satz der Einleitung einer Stephen King Kritik:

Zitat

Der Name des Autors: Stephen King. Kings heutiges Jahreseinkommen liegt bei geschätzten 30 Millionen Euro, die Gesamtauflage seiner Romane beträgt weltweit über 400 Millionen Exemplare, womit er auf Platz 5 der ewigen Bestsellerliste steht, nach Harry Potter, der Bibel, dem Koran und "Pu der der Bär".

Die Bibel und der Koran- eingebettet zwischen zwei Kinderbüchern. :lol: Reine Verkaufszahlen bilden doch eine sehr interessante Kategorie..

Im Zusammehang mit dem Thema des Threads, stellt sich außer dem humoristischen Potential dieser Tatsache, aber auch die Frage, inwiefern Publikumsgeschmack und die Vergabe von Preisen zusammen hängen (sollten). Ganz plump gerfragt: Sollte Stephen King nicht auch für den Nobelpreis vorgeschlagen werden?

#10 bogarnil limdal

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Geschrieben: 26. November 2009, 22:11

Beitrag anzeigenAn Chiardhuibh schrieb am 26. November 2009, 10:22:

Im Zusammehang mit dem Thema des Threads, stellt sich außer dem humoristischen Potential dieser Tatsache, aber auch die Frage, inwiefern Publikumsgeschmack und die Vergabe von Preisen zusammen hängen (sollten). Ganz plump gerfragt: Sollte Stephen King nicht auch für den Nobelpreis vorgeschlagen werden?

zumal er ja wirklich nicht schlecht schreibt. was untertrieben ist, seine themen sind nicht anerkannt, weswegen ihm das image eines schundliteraten anhaftet. aber wer ihn gelesen hat, wird wohl zustimmen können, daß er nicht nur spannend, sondern auch innovativ und tiefsinnig schreibt. was sind denn eigentlich die kriterien für die nobelpreisvergabe?

#11 silastischer waffenteufel

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Geschrieben: 27. November 2009, 17:29

Beitrag anzeigenbogarnil limdal schrieb am 26. November 2009, 22:11:

zumal er ja wirklich nicht schlecht schreibt. was untertrieben ist, seine themen sind nicht anerkannt, weswegen ihm das image eines schundliteraten anhaftet. aber wer ihn gelesen hat, wird wohl zustimmen können, daß er nicht nur spannend, sondern auch innovativ und tiefsinnig schreibt. was sind denn eigentlich die kriterien für die nobelpreisvergabe?

wenn wir gerade bei der King-Lobhudelei sind, wollte ich anmerken, daß er auch erstaunlich gut recherchiert. So fiel mir in einem seiner Bücher eine äußerst richtige und tiefergehende Beschreibung der Differenzierung (glaube) und Funktionen der verschiedenen weißen Blutkörperchen mitsamt der korrekten medizinischen Benennungen auf. Das fand ich schon beeindruckend. Ich lese King auch gerne. The Stand hatte ich in 5 Tagen durch, inklusive der Nächte, weil ich mich nicht trennen konnte. Er bedarf nicht so unglaublich viel Konzentration wie beispielsweise Grass, hat aber einen guten Stil, ohne komplett trivial zu wirken.


Zitat

Hesse, oh, Hesse, unterschlug ich den?
Nun, wir wurden in der Schule zweimal mit ihm gepeinigt, immer wieder diese tragischen männlichen Helden, elitär, verschroben, seltsam.

"Unterm Rad" vergällte mir für mindestens 10 Jahre lang jeglichen Zugang zu Hesse und selbst heute noch regt sich tief im Inneren ein gehässiges Grinsen, wenn ich an Giebenraths Abgang denke. Und als ich danach versuchte, mir wieder Zugang zu verschaffen, stellte ich fest, offenbar zu alt für die Identitätsprobleme pubertierender Schüler zu sein.

#12 bogarnil limdal

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Geschrieben: 28. November 2009, 12:22

Beitrag anzeigensilastischer waffenteufel schrieb am 27. November 2009, 17:29:

Und als ich danach versuchte, mir wieder Zugang zu verschaffen, stellte ich fest, offenbar zu alt für die Identitätsprobleme pubertierender Schüler zu sein.

und vermutlich noch zu jung für hesses alterspessimistisches spätwerk.

#13 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 27. Dezember 2009, 14:47

Beitrag anzeigenAn Chiardhuibh schrieb am 15. Oktober 2009, 10:51:

auf der offiziellen seite des nobelpreiskomitees läuft gerade eine umfrage mit dem titel "haben sie schon einmal etwas von herta müller gelesen?"

so, dank des weihnachtsmannes habe ich nun ein buch der diesjährigen literaturnobelpreisträgerin im bücherregal stehen. es ist zwar nicht das aktuelleste, verspricht jedoch auch sehr interessant zu sein.





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