"Avatar" beginnt mit zwei Augen, die sich öffnen. Zweieinhalb Stunden später werden sich die Augen der selben Figur erneut öffnen.
Ja und?
Was der Kinobesucher dazwischen sieht ist neueste Technik und ein miserables Drehbuch. Da fragt sich der gebildete Kinobesucher ob bei den 300 Millionen Dollar Kosten nicht eine Million oder weniger(!) für einen guten Drehbuchautor übrig blieb. Und genau dieser Mangel des Produktes "Avatar – Aufbruch nach Pandora" ist der Grund warum dieser Film nicht in der Championsleague der großen Kinofilme mitspielt. Die 150 Millionen an Marketingkosten sollten da einen nicht blenden. Was einen geliefert wird ist Technik und ein Kinoerlebnis der buntesten Farben in 3D. Ein technischer Meilenstein aber kein filmischer.
Ich musste die ganze Zeit daran denken wann endlich Kevin Costner auftaucht um seinen Wolf zu tanzen. Anderen erwarten Pocahontas die ausn Busch springt. Und wieso leben in einem weit entfernten Sonnensystem die Außerirdischen genauso wie die Ureinwohner Amerikas? Klingen von ihrer Sprache her genauso, machen merkwürdige Geschaukelrituale und rennen mit Pfeil und Bogen rum? Warum gibt es nicht eine Figur die mich durch Dramatik oder Schauspielkunst überzeugt und mitfiebern lässt?
Mal ganz abgesehen vom Ethnoschmalzsoundtrack wie SpiegelOnline so schön schreibt. Der miserable Soundtrack verstärkt noch mehr den Indianereffekt. Als ob die Menschheit nicht mal in ihren Geschichten, hier Avatar, über den geistigen Horizont(Die Welt ist eine Scheibe!) schauen kann.
Puh! Das musste jetzt mal raus.
Trotz dieses Mangels ist der Film solide gemacht. Gut gegen Böse und die Animationen in 3D sind ein technischer(!) Meilenstein der Filmgeschichte. Wer neues Kino erleben möchte sollte ihn unbedingt im Kino sich ansehen. Aber in 2 Jahren wird sich niemand mehr für den Film interessieren. Er wird sein Geld eingespielt haben aber niemand wird ihn sich zehnmal anschauen wie z.B StarWars, Herr der Ringe oder Terminator. Letzterer Film, Terminator, war von dem selben Drehbuchautor James Cameron. Damals vor 25 Jahren war er aber innovativer, besser oder noch nicht so von sich überzeugt. Beim nächsten Mal Herr Cameron bitte jemanden für das Drehbuch mit engagieren.
Bessere Filme gab es in diesem Jahr. Zum Beispiel dieser. Und der kostete nur ein Zehntel.
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Avatar – Aufbruch nach Pandora
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