Nachdem es bei mir 2 Jahre nicht mit einen Messebesuch geklappt hatte,konnte ich diesmal einige schöne Urlaubstage in Leipzig verbringen.Am Messefreitag stürzte ich mich ins Getümmel und ließ mich vom Strom der
Besucher mitreisen.Schnell war hier und da ein Prospekt mitgenommen und ich mußte mich nach einer Tragetasche umsehen .Bei der ARD wurde ich fündig und schon konnte es weiter gehen.
Die ersten Promis , die ich zu Gesicht bekam war die Gruppe" Karat" ,die ihr soeben erschienenes Buch vorstellten .So spannend war das dann aber doch nicht und so lief ich weiter.
Beim Diogenes Verlag konnte ich mich nicht,wie vor 3 Jahren mit Andrej Kurkow ,mit einen Autor unterhalten,traf aber eine mir bekannte Verlagsvertreterin. Ich erzählte ihr ,das mir der neue Krimi
von Martin Walker:"Grand Cru"(ein Krimi der leisen Art und Frankreichliebhaber werden ihn mögen )
sehr gut gefallen hat und bekam ein Buch ,"Liebe" von Paulo Coelho geschenkt.
Etwas später und ein paar Hallen weiter entdeckte ich die Reiseverlage,mit denen ich beruflich am meisten zu tun habe .
Mir war schon ganz warm , die Zunge klebte am Gaumen und so war ich froh ,daß mich "mein " Vertreter vom Geo-Center regelrecht aus der Masse herausfischte und ein Wasser spendierte.
Ich glaube es war in Halle 4 ,jedenfalls bei den kleineren Verlagen ,wo ich bekannte Gesichter sah.
Beim Heinrich Jung -Verlag war gerade der jüngste (auch vom Alter her)Autor zu Gast und wir plauderten ein wenig.Halt Thüringer unter sich. :)
Frau Jung erzählte mir noch,daß die 2 neuesten Bücher aus ihrem Verlag gerade noch rechtzeitig zur Messe aus der Druckerei kamen.Ja,ja für Verleger ist die Messe immer eine sehr aufregende Zeit.
Danach machte ich mich wieder auf den Weg.
Als mir nach einiger Zeit die Füße mächtig weh taten ,beschloss ich den Messebesuch zu beenden,sah aber,daß bei MDR-Figaro ein Gespräch von Thomas Bille mit Landolf Scherzer beginnen sollte und so blieb ich noch ein Weilchen.Thomas Bille ist auch Moderator bei" artour",einer Kultursendung ,die ich sehr mag
und Landolf Scherzer ist ein ,in Thüringen lebender, Autor den ich schon sehr lange kenne.
Also Grund genug noch ein bisschen länger auf der Messe zu verweilen.
Die jungen Leute mit den Mangakostümen fand ich lustig und gestört haben mich auch die vielen jungen Leute,die immer am Freitag zur Messe kommen, nicht.Ich kann den Freitag nur empfehlen.
Für einen Bücherwurm ,so wie ich einer bin, ist die Buchmesse ein Paradies und wenn ich das vielleicht etwas blauäugig herüberbringe mag das auch daran liegen,daß ich aus der Provinz komme. <_<
Der Tag war noch nicht zu Ende.
In der Stadt wartete die Lesung mit Stefan Moster auf mich .
Da ich sein Buch "Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels" schon kannte und es genial fand ,nutzte ich die Gelegenheit dies dem Autor,mit etwas Herzklopfen meinerseits,zu sagen.
Buchmesse 2010 in Leipzig
Eröffnet von Sirkka, 13.02.10, 11:10
24 Antworten zu diesem Thema
#22
Geschrieben: 27. März 2010, 13:47
Da war so eine Lesung im Gohliser Schlösschen, ganz familiär und plüschig. Es las und bezauberte ein junges Gewürm für Schwarzgefiederte. Ich hab gehört, der soll ganz hinreissend gewesen sein.
Ansonsten hab ich auch überhaupt nicht das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben.
Schade, eigentlich.
Ansonsten hab ich auch überhaupt nicht das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben.
Schade, eigentlich.
#23
Geschrieben: 27. März 2010, 13:51
das gefühl hat man nie, auch wenn man wirklich was verpaßt. das liegt in der natur des verpassens. es sei denn, man bekommt noch einen schnippsel nachgereicht, an dem man sich ausmalen kann, wie toll es vielleicht doch gewesen ist. insofern ist dieser thread potentielles nasedrehen der dabeigewesenen in richtung daheimgebliebener.
#24
Geschrieben: 27. März 2010, 14:26
Ach, irgendwann werde ich auch hinkommen. Eine Bekannte wollte am Samstag Morgen samt Kindern mit uns auf die Messe raus, was wir allerdings dankend abgelehnt hatten. Im Nachhinein nach all den Schilderungen von unglaublich vielen Menschen bestätigte uns das in unserer Entscheidung.
Auf jeden Fall werden wir in 2-3 Jahren in einen vertrauenswürdigen Babysitter investieren und die ein oder andere Lesung mitnehmen.
Auf jeden Fall werden wir in 2-3 Jahren in einen vertrauenswürdigen Babysitter investieren und die ein oder andere Lesung mitnehmen.
#25
Geschrieben: 05. April 2010, 17:52
Nachruf
Jedes Jahr führst du uns in die Welt der Literatur, zumindest ist es dein Anliegen, doch treffen wir dort auf:
Comic Fans.
Nein, ich mag Mangas und Animes. Manchmal. Wirklich.
Aber das Ausmaß der Cosplays wird jedes Jahr grotesker.
Die Buchmesse an sich schrumpfte merklich an Fläche, an den Besucherzahlen glücklicherweise nicht - zumindest nicht sichtbar.
Inhaltlich fand ich es flach, sehr flach, gab es doch wirklich keinen großen Magneten. Aber dafür gab es etwas anderes wirklich tolles:
Leere Tüten! Die Games Convention Fans dürften hier begeistet zugeschlagen haben. Mir entzieht sich immer noch der Sinn des Hortens von leeren (Papier-) Tüten.
Positiv lässt sich allerdings vermerken: Es gab wieder Leseexemplare für die Besucher, das ist eine kleine Nettigkeit, die den
hohen Preis der Tickets ein wenig mildert. (Und hier könnte man auch zumindest eine leere Tüte befüllen und somit nutzen.)
Das Nordische Forum hatte wieder einmal (in meinen Augen) viel Gutes zu bieten, aber irgendwie fehlte mir der Buchmesse das wirkliche Tüpfelchen auf dem I. Kein Ken Follet, kein Arne Dahl, kein großer Name, nirgendswo...
So oder so liebt man es in neuen Büchern zu lesen, zu schmökern, zu stöber, ist man eine Leseratte, doch eigentlich fehlte der (gemütliche) Platz dazu. Das Antiquariat bot wieder einige Schätze, und für Bücherliebhaber die Spannung der Suche danach, ein kleines Highlight..
Was bleibt ist die Erkenntnis: Leipzig liest, das Rahmenprogramm drum herum, bietet wesentlich mehr und man hat auch keine Hetz und Eile. Schade eigentlich für die Messe, aber gut für die Leipziger. =)
Jedes Jahr führst du uns in die Welt der Literatur, zumindest ist es dein Anliegen, doch treffen wir dort auf:
Comic Fans.
Nein, ich mag Mangas und Animes. Manchmal. Wirklich.
Aber das Ausmaß der Cosplays wird jedes Jahr grotesker.
Die Buchmesse an sich schrumpfte merklich an Fläche, an den Besucherzahlen glücklicherweise nicht - zumindest nicht sichtbar.
Inhaltlich fand ich es flach, sehr flach, gab es doch wirklich keinen großen Magneten. Aber dafür gab es etwas anderes wirklich tolles:
Leere Tüten! Die Games Convention Fans dürften hier begeistet zugeschlagen haben. Mir entzieht sich immer noch der Sinn des Hortens von leeren (Papier-) Tüten.
Positiv lässt sich allerdings vermerken: Es gab wieder Leseexemplare für die Besucher, das ist eine kleine Nettigkeit, die den
Das Nordische Forum hatte wieder einmal (in meinen Augen) viel Gutes zu bieten, aber irgendwie fehlte mir der Buchmesse das wirkliche Tüpfelchen auf dem I. Kein Ken Follet, kein Arne Dahl, kein großer Name, nirgendswo...
So oder so liebt man es in neuen Büchern zu lesen, zu schmökern, zu stöber, ist man eine Leseratte, doch eigentlich fehlte der (gemütliche) Platz dazu. Das Antiquariat bot wieder einige Schätze, und für Bücherliebhaber die Spannung der Suche danach, ein kleines Highlight..
Was bleibt ist die Erkenntnis: Leipzig liest, das Rahmenprogramm drum herum, bietet wesentlich mehr und man hat auch keine Hetz und Eile. Schade eigentlich für die Messe, aber gut für die Leipziger. =)
Bearbeitet von Sirkka, 05. April 2010, 18:37,
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