Welches Buch hat euch in der Jugend bewegt?
#1
Geschrieben: 18. Februar 2010, 18:50
#2
Geschrieben: 18. Februar 2010, 20:07
Meine Jugend liegt schon etwas zurück,weswegen ich erst darüber nachdenken mußte, welche Titel mich damals mit 12,13 Jahren beeindruckten.
Als erstes möchte ich den Titel:"Abitur unterm Galgen" von Elzbieta Jackiewiczowa nennen.
Jugendliche durften im, von den Deutschen besetzten, Polen kein Abitur ablegen,taten es aber heimlich doch.
Leider besitze ich dieses Buch nicht mehr, weswegen ich mich auch nicht mehr so gut an den genauen Inhalt erinnern kann.Mich hat, so glaube ich, damals die Würde bewegt, die sich diese Menschen in so schlimmer Zeit erhalten hatten.
Etwas später fand ich das Buch"Den Wolken ein Stück näher" von Günter Görlich so gut,daß ich es gleich
mehrmals hintereinander las. Kurzinhalt: Ein, bei allen Schülern beliebter, alter Lehrer stirbt und die neue junge Lehrerin muß sich nun durchsetzen.
Mit 15 las ich einen Bericht über den Putsch am 11.9.1973 in Chile.
Er hieß:"Das Stadion".Im Stadion von Santiago wurden damals viele Menschen ermordet,unter ihnen der Sänger
Victor Jara.Seitdem interessiere ich mich für dieses Land und habe mir auch eine CD-Sammlung mit Liedern von Victor Jara gekauft.
#3
Geschrieben: 19. Februar 2010, 02:09
alles in allem hat das buch noch vor star trek mein interesse an physik geweckt (was mich viel später dummerweise zu einer suboptimalen leistungskurswahl veranlaßte) und gleichzeitig wohl auch mein faible für versponnene außenseiter genährt. nicht zuletzt konnte ich mich als jemand, der lieber aus dem fenster als zur tafel schaute, auch ganz gut mit den querdenkenden hauptfiguren identifizieren.
#4
Geschrieben: 22. Februar 2010, 01:20
als knirps das klassische... alle Bände von den drei ???, "Brüder wie Freunde" habe ich öfters gelesen... und sein wie Tom Sawyer wollte ich auch *g*
etwas später dann, so in der siebten, achten klasse hab ich viel Literatur über den zweiten Weltkrieg und besonders den Holocaust verschlungen. Da gab es ein Buch (wohl ganz klar P18) was ich bei meiner Schwester im Schrank gefunden hatte, "Anus Mundi - Fünf Jahre Auschwitz" (wirklich Anus? tatsächlich... das fällt mir nun nach 15 Jahren auf *g*) geschrieben von einem Polen der mit dem ersten Transport nach Auschwitz kam und bis zum Ende überlebt hat. Das hat mich sehr berührt und ich war "abgehärtet" gegen alles eklige was uns in unserer luxuswelt wiederfahren sollte... und eine Einordnung meiner selbst in rechts/links wie es bei uns am Land üblich war konnte ich mir auch sparen.
Bearbeitet von Anarchnophobia, 22. Februar 2010, 14:05,
#5
Geschrieben: 23. Februar 2010, 00:08
phried? hallo?
meiner einer hat stanislaw lems "solaris" mit 11 jahren gelesen. vielleicht hab ich deshalb so nen knall. aber der richtige kracher war "Das Foucaultsche Pendel". Das ist ein must-read. alle zehn jahre.
#7
Geschrieben: 23. Februar 2010, 09:48
bogarnil limdal schrieb am 23. Februar 2010, 00:14:
krank. einfach nur total krank, abgedreht und hochwissenschaftlich (lem halt). der film ist nur eine anlehnung. zwar recht unterhaltsam, kann aber die psychostimmung und intellektuelle tiefe des romans nicht wiedergeben. auch unbedingt lesenswert. lem ist für mich der scifi-eco.
und wem solaris nicht reicht: richtig übel ist "das fiasko".
ach ja, ganz frühe kindheit: "detektiv pinky", "tierpflegerin uschi" und ALLE trompeterbücher. \o/
späte jugend: "wassermusik" von T. C. Boyle. das rockt ja sowas von. wem zum henker hab ich das buch nur verliehen. ?-(
#8
Geschrieben: 23. Februar 2010, 09:56
>>> NEWROMANCER <<<
von William Gibson. drogen, liebe, cyberpunk. gewalt, action, sex, humor, KI und ein hauch magie.
UND mein Namensgeber in Foren: Case!
und gleich daneben:
>>> DUNE <<<
von Frank Herbert. religious fiction
Alle Bände, besonders aber die letzen beiden der totale Hammer. Der Film kratzt nur an der Oberfläche.
#10
Geschrieben: 25. Februar 2010, 10:21
Detektiv Pinky habe ich auch oft durch- und schließlich zerlesen.
Aber ich war vor allem ein begnadeter Enzyklopädienschmökerer; was mir heute stundenlanges Herumklicken in der Wikipedia ist, war früher das immer ziellosere Blättern und Erfreut-Wundern in Atlanten, Lexika und Kompendien.
Ansonsten hatte ich durchaus noch mehr kindgerechte, aber moralisch wertvolle Literatur zu Hause: Alf, Stephen King, auch die sozialistischen Imagines von Ottokar Domma und Alfons Zitterbacke, hie und da ein Gelegenheitskrimi und dann doch wieder stapelweise Pflanzenführer, Pilzbestimmungsbücher und Naturbetrachtungen.
#11
Geschrieben: 25. Februar 2010, 13:10
Auf meinem Weg (gestern) von Wustrow (Fischland) nach Hause bin ich an Ulrichshusen vorbei gefahren. Da ist mir eingefallen, daß "Der Hexenbaum von Ulrichshusen" ein von mir viel gelesener Schmöker war. Den hat als Kind mein Vater geschenkt bekommen. Ich glaub ich such das Buch mal und lese es.
#12
Geschrieben: 25. Februar 2010, 14:48
Ansonsten haben mich Salingers Kurzgeschichten sehr fasziniert, vor allem Franny & Zooey. Ich habe dann in der Schule immer besonders ausschweifende Aufsätze geschrieben und kam mir furchtbar intellektuell vor
#13
Geschrieben: 26. Februar 2010, 13:14
Case schrieb am 23. Februar 2010, 00:08:
Das hier gewünschte Buch habe ich leider nicht und kann es daher nicht selbst verleihen.
#14
Geschrieben: 26. Februar 2010, 13:22
phriedrich schrieb am 26. Februar 2010, 13:14:
Das hier gewünschte Buch habe ich leider nicht und kann es daher nicht selbst verleihen.
ich würde ja salinger gegen frank herbert leihtauschen. aber dummerweise gehören die bücher nicht mir und als ich sie das letzte mal (mit erlaubnis) verborgt habe, waren sie zwei jahre lang weg. :-(
#15
Geschrieben: 26. Februar 2010, 23:49
...und um Missverständnissen vorzubeugen: wir reden hier von dem Buch Der Fänger im Roggen, nicht von Salinger selbst, ne? Is klar.
Das ist ja bisher eher so auschwitzthematisch und scifi-lastig hier... Eure literarische Sozialisation erklärt natürlich einiges
Mein erstes Lieblingsbuch war Krokodil Gena. Das war aber auch toll.
Wenn ich mal ganz, ganz ehrlich bin, gibt es nur drei Heldinnen meiner Kindheit/Jugend, die ich bis heute heiß und innig liebe:
Hanni und Nanni. Pippi Langstrumpf.
Und als ich Herr der Ringe zum ersten Mal las, wusste ich, dass ich mal Schreiben
Bearbeitet von Libera, 26. Februar 2010, 23:50,
#16
Geschrieben: 27. Februar 2010, 02:58
bogarnil limdal schrieb am 26. Februar 2010, 13:22:
das macht nichts. dune (also die büchers) gehören nämlich auch nicht mir.
sie stehen im regal meines mitbewohners. desterwegen brauchte ich die nie kaufen ...
@libera: wann wo wie ob und überhaupt?
@phried: danke für den reputationsschub!
wieso hat hier eigentlich bisher keiner die scheibenwelt erwähnt? ist das peinlich, nicht so wichtig oder einfach nur out? DAS WÄRE SCHADE.*
*insider, kein geschrei
#17
Geschrieben: 28. Februar 2010, 14:07
Eins: Es ist ganz eilig. In dem Fall würde ich dich bitten, mir per geheimen Rauchzeichen deine Telefonnummer rüberzuwerfen (weil ich ab übermorgen wieder internetlos, dafür aber in LE bin) und dann verabreden wir uns zum flexiblen Übergeben in der Stadt. Wie bei der RAF.
Zwei: Es ist nicht ganz so eilig. Dann müsste ich vor dem nächsten Kinoabend nur einen Knoten in mein Taschentuch machen, und würde dir das zu (vermutlich) Alice mitbringen.
Such dir was aus
Übrigens: Bin ich total uncool, wenn ich die scheibenwelt-Romane niemals nich gelesen habe?
#18
Geschrieben: 28. Februar 2010, 14:28
Hab übrigens letzte Nacht "Jules Verne - Die geheimisvolle Insel gelesen". Macht Lust auf mehr...
#19
Geschrieben: 01. März 2010, 00:30
verne habe ich wirklich gern gelesen. besonders der roman über die reise zum südpol ist mir in erinnerung. daneben hatte ich ohnehin ein faible für seefahrergeschichten aus dieser zeit. ein halbdokumentarisches buch über die nord-west-passage und natürlich die klassiker "meuterei auf der bounty" (mit der fregatte pandôra!) und "die schatzinsel" gehörten dazu. auch robinson crusoe. komisch, daran habe ich jahrelang nicht mehr gedacht, obwohl das motiv der tosenden see in jüngster zeit von mir gern verbraten wurde. vor einiger zeit (ca. zwei jahren) habe ich auch noch ein buch geschenkt bekommen, das schwerlich zu meiner jugendlektüre zählt, aber gut in die reihe paßt: "lebenslänglich" von marcus clarke. so eine art "papillon" des 19. jahrhunderts. sehr empfehlenswert, wenn man zu abenteuergeschichten aufgemöbelte historienschilderungen mag.
#20
Geschrieben: 02. März 2010, 00:20
scheibenwelt nicht gelesen? hmmmm ... ja, ich denke schon das ist total uncool. aber dem könnte ich quasi im gegenzug mit einem SW-Roman abhelfen.
Salinger vs. Pratchett!
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