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Flashmobs
innovative Protestform oder Kinderkram?


4 Antworten zu diesem Thema

#1 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 26. Februar 2010, 17:56

Flashmobs sind ein Zeichen unserer Zeit: einander völlig fremde Menschen verabreden sich im Internet zu ausgefallenen Aktionen in ihrer Stadt und trennen sich genauso schnell wieder wie sie sich zusammen gefunden haben. Manchmal geht es einfach nur um den Spaß, gerunzelte Passantenstirnen und das Gefühl etwas verrücktes zu tun. Oftmals soll es jedoch auch um einen konkreten Zweck gehen. Der Flashmob als moderne Form des Protests sozusagen. Ein Beispiel hierfür ist die Aufforderung zum gemeinsamen "Soap bubbling" in verschiedenen sächsischen Städten am ersten März. Die Teilnehmer sind dazu aufgerufen sich in Trauerkleidung zu werfen und schweigend auf dem Marktplatz Seifenblasen als Zeichen zerplatzter Träume zu produzieren und somit gegen die Sparpläne der Landesregierung im Bereich Jugendarbeit zu protestieren.

Begrüßt ihr diese Form des Protests als gute Alternative zur klassischen Demo oder ist euch das alles zu albern? Oder Flashmobs ja, aber bitte ohne politische Botschaft?

#2 phriedrich

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Geschrieben: 26. Februar 2010, 18:19

Es ist ein bisschen albern, aber auch ziemlich lustig. Inzwischen aber irgendwie schon wieder ein klein wenig abgedroschen. Vor zehn Jahren war es allerdings echt schräg.

Ideen dazu wurden schon im Buch TAZ (Die temporäre autonome Zone) von Hakim Bey beschrieben – bevor das Internet zum Massenmedium wurde und die Kommunikation und Organisation für solche Ereignisse dramatisch vereinfachte.

#3 Gast_Fanal_*

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Geschrieben: 26. Februar 2010, 18:44

innovativer Kinderkram, ich mag's :D

#4 Libera

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Geschrieben: 28. Februar 2010, 14:17

Ich finde Akte des zivilen Ungehorsams, der verabredet-spontanen Zusammenrottung und Schaffung temporärer autonomer Zonen (einen besseren Begriff kann man wohl kaum finden...) zu Protestzwecken äußerst angenehm, wenn sie denn albern sind.
Die berühmten 100 brennenden Autos verschärfen Konflikte so unnötig und leiten öffentliche Aufmerksamkeit immer in nachteilige Bahnen - da finde ich politisch motivierte Flashmobs wesentlich sinnvoller, weil die ja in ihrer Grundkonzeption schon kindlich-albern und damit natürlich friedlich ablaufen sollen.
Just for fun wäre mir dann aber auch zu abgedroschen.

#5 Rabenfutter

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Geschrieben: 11. März 2010, 22:23

Beitrag anzeigenLibera schrieb am 28. Februar 2010, 14:17:

Ich finde Akte des zivilen Ungehorsams, der verabredet-spontanen Zusammenrottung und Schaffung temporärer autonomer Zonen (einen besseren Begriff kann man wohl kaum finden...) zu Protestzwecken äußerst angenehm, wenn sie denn albern sind.
Die berühmten 100 brennenden Autos verschärfen Konflikte so unnötig und leiten öffentliche Aufmerksamkeit immer in nachteilige Bahnen - da finde ich politisch motivierte Flashmobs wesentlich sinnvoller, weil die ja in ihrer Grundkonzeption schon kindlich-albern und damit natürlich friedlich ablaufen sollen.
Just for fun wäre mir dann aber auch zu abgedroschen.

Ist denn heute, 2010, März, das Mitmachen oder das gezielte Weglassen das Mobbigere am Geflashe?





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