Es braucht also entweder einen potenten Goldesel oder eine vernünftige Einnahmequelle, um den Schuldenberg abzutragen und horende Neuverschuldungen zu vermeiden. Eine Möglichkeit, die im Moment diskutiert wird, ist bereits seit Beginn der 1970'er Jahre als so genannte Tobin-Steuer bekannt (hierbei sollen jedoch lediglich Devisen besteuert werden), heute jedoch geläufiger als Transaktionssteuer oder auch Steuer gegen Armut (als allgemeine Steuer auf alle Finanztransaktionen). Die Initiatoren einer Kampagne zur Umsetzung der Finanztransaktionssteuer fassen die Vorteile in einem offenen Brief an die Bundesregierung folgendermaßen zusammen:
Zitat
- Finanztransaktionen werden entschleunigt und so die (Selbst-)Kontrolle über das Geschehen an den Finanzmärkten verbessert.
- Die Finanztransaktionssteuer ist einfach umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt. Sie betrifft alle Marktteilnehmer in ähnlicher Weise, da alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen der Steuer unterliegen.
- Die Steuer macht kurzfristige Spekulationen unrentabler. Mittel- und langfristige Investitionen werden, aufgrund eines niedrigen Steuersatzes zwischen 0,1 und 0,01%, nicht behindert.
- Die Finanztransaktionssteuer ist kein Allheilmittel. Sie kann aber mit dazu beitragen, dass globale Krisen zukünftig weniger häufig auftreten und weniger heftig verlaufen.
In einer Online-Petition kann diese Forderung unterstützt werden.
Eine informative Zusammenfassung findet ihr auch in diesem L-IZ-Artikel.
Was haltet ihr von einer solchen Steuer? Ist sie tatsächlich sinnvoll oder wäre euch eine andere Alternative lieber? Und wie stehen überhaupt die Chancen, dass es zu einer Einführung kommt?
Bearbeitet von An Chiardhuibh, 10. März 2010, 11:27,
L-IZ-Artikel verlinkt






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