Und dann sowas: Plötzlich steht der Vorwurf der Belästigung und des Machtmissbrauchs im Raum. Das Schlimmste aber: es geht um zwei Männer. Der eine, Mitglied des DFB-Schiedsrichterausschusses, der andere aufstrebender Schiedsrichter. Wer wie DFB-Mitglied Amarell offen eine "enge persönliche Beziehung" zugibt, bricht ein Tabu und bei dem Gedanken, dass es tatsächlich schwule Fußballer geben könnte, wittern einige bereits die Apokalypse.
Die Wellen schlagen also hoch im deutschen Fußball, denn es wird an fundamentalen Überzeugungen gerüttelt und was ein echter Mann ist, ein echter Mann des Fußballs, der kann derlei Sakrileg nicht dulden. Denn eins steht fest: Schwule haben im Fußball nichts zu suchen. Punkt. So zumindest Rudi Assauer, Ex-Manager von Schalke 04 und Auskenner.
Zitat
Man fühlt sich beim Lesen dieser Worte um mindestens einige Jahrzehnte zurückversetzt, fast schon faszinierend diese Ballung ignoranter Selbstgefälligkeit mit der Assauer da seine Phrasen drischt und sich das Bursthaar krault. Dass vor allem im Männerfußball längst überholte Ansichten eine Überlebensnische gefunden haben, ist ja nicht wirklich ein Geheimnis, aber dass es so schlimm ist, hätte ich dann auch nicht gedacht.
Bearbeitet von An Chiardhuibh, 17. März 2010, 13:00,
Fehler behoben: Assauer ist Ex-Manager






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