Ich möchte mir im Bad gerne eine eigene Dunkelkammer für die Entwicklung von Schwarz-Weiß-Filmen einrichten (ein Bad ohne Fenster hätte ich schonmal), weiß aber nicht, was man dafür alles braucht und ob es sich überhaupt lohnt. Ich habe gehört, dass das Zubehör recht günstig zu haben ist und die Entwicklung von Schwarz-Weiß-Filmen auch nicht so kompliziert ist. Kennt sich vielleicht jemand von euch damit aus und kann mir ein paar Tipps geben?
Eigene Dunkelkammer
Wer kennt sich aus?
Eröffnet von An Chiardhuibh, 02.04.10, 23:58
7 Antworten zu diesem Thema
#2
Geschrieben: 03. April 2010, 11:08
Für Schwarzweißfilme hält sich der Aufwand wirklich in Grenzen, und wenn man viel fotografiert spart man definitiv auch Geld.
Dosen, Wannen und diesen Krempel bekommt man auch auf dem Flohmarkt.
»Kurze Anleitung«
Ich hab glaube ich mit 15 oder so das letzte mal was selbst entwickelt, neulich wieder drüber nachgedacht, hab's aber nicht weiter verfolgt …
Zwielicht macht das glaube ich aktuell.
Dosen, Wannen und diesen Krempel bekommt man auch auf dem Flohmarkt.
»Kurze Anleitung«
Ich hab glaube ich mit 15 oder so das letzte mal was selbst entwickelt, neulich wieder drüber nachgedacht, hab's aber nicht weiter verfolgt …
Zwielicht macht das glaube ich aktuell.
#3
Geschrieben: 04. April 2010, 11:19
Ich weiß nicht, wie das mit den S-W-Filmen ist. Momentan belichte ich Röntgenfilme durch Lumineszenz als Sichtbarmachnung für unseren Western Blot.
Sicher sind normale S-W-Filme nicht ganz so lichtempfindlich, aber bei uns ist es beispielsweise sehr wichtig, daß nirgendwo eine Diode leuchtet oder sonstwas.
Wenn Du das also machst, versuche möglichst alle Geräte aus zu haben, die kleine Lämpchen drin haben (Waschmaschine etc.)
Ansonsten macht das Handling den Meister.
Nimm am besten Aqua dest zum Stoppen, bzw. Wässern am Ende. So vermeidest Du Wasserflecken. Die Fixier- und Entwicklungslösungen verwenden wir mehrfach, kippen sie also zurück in die Flasche, die möglichst lichtgeschützt aufbewahrt und behandelt werden sollte. Am besten füllst Du Dir einen Teil, den Du benutzt, ab und wickelst diese Flasche in Alufolie, während der Rest einfach in einen (dichten) Schrank gestellt wird, in dem es finster ist.
Solltest Du es erstmal versuchen wollen, könnte ich Dir evtl. etwas Entwickler und Fixierer geben, allerdings habe ich keine wirkliche Ahnung, wieviel Du für einen S-W-Film brauchst. Ich gehe mal davon aus, daß in eine Filmdose weniger paßt als in unsere Becken, in die ein ganzer Röntgenfilm passen muß.
Wichtig ist auch ein Kittel, der bis über die Knie geht und Gummihandschuhe. Mit dem Zeug versaust Du Dir alle Klamotten.
Dementsprechend muß auch die Arbeitsfläche vor Spritzern usw. geschützt werden. Also rechtzeitig Küchenrolle kaufen!
Wenn Dir das alles nichts ist, könnte ich Dich mal spätabends ins Labor mitnehmen, um Dir mal so eine Belichtung zu zeigen. Allerdings kann ich nicht genau sagen, wann ich den Mist wieder mache (so auf Dauer und mit unbefriedigenden Motiven verliert das Ganze seinen Reiz ;-))
Sicher sind normale S-W-Filme nicht ganz so lichtempfindlich, aber bei uns ist es beispielsweise sehr wichtig, daß nirgendwo eine Diode leuchtet oder sonstwas.
Wenn Du das also machst, versuche möglichst alle Geräte aus zu haben, die kleine Lämpchen drin haben (Waschmaschine etc.)
Ansonsten macht das Handling den Meister.
Nimm am besten Aqua dest zum Stoppen, bzw. Wässern am Ende. So vermeidest Du Wasserflecken. Die Fixier- und Entwicklungslösungen verwenden wir mehrfach, kippen sie also zurück in die Flasche, die möglichst lichtgeschützt aufbewahrt und behandelt werden sollte. Am besten füllst Du Dir einen Teil, den Du benutzt, ab und wickelst diese Flasche in Alufolie, während der Rest einfach in einen (dichten) Schrank gestellt wird, in dem es finster ist.
Solltest Du es erstmal versuchen wollen, könnte ich Dir evtl. etwas Entwickler und Fixierer geben, allerdings habe ich keine wirkliche Ahnung, wieviel Du für einen S-W-Film brauchst. Ich gehe mal davon aus, daß in eine Filmdose weniger paßt als in unsere Becken, in die ein ganzer Röntgenfilm passen muß.
Wichtig ist auch ein Kittel, der bis über die Knie geht und Gummihandschuhe. Mit dem Zeug versaust Du Dir alle Klamotten.
Dementsprechend muß auch die Arbeitsfläche vor Spritzern usw. geschützt werden. Also rechtzeitig Küchenrolle kaufen!
Wenn Dir das alles nichts ist, könnte ich Dich mal spätabends ins Labor mitnehmen, um Dir mal so eine Belichtung zu zeigen. Allerdings kann ich nicht genau sagen, wann ich den Mist wieder mache (so auf Dauer und mit unbefriedigenden Motiven verliert das Ganze seinen Reiz ;-))
#4
Geschrieben: 04. April 2010, 19:50
Falls man das mit Platinen ätzen vergleichen könnte, empfehle ich einfach etwas zu üben, zwecks Belichtungszeit/Lampenabstand und sowas. Ich hab dazu immer solche Säureschutzhandschuhe benutzt. Es ging auch ohne aufwendige Installationen, aber keine Ahnung ob man das überhaupt vergleichen kann. Hatte es auch im Bad gemacht.
#5
Geschrieben: 05. April 2010, 10:05
Im Bad Platinen geätzt? Wow. Das ist schon freakig, oder? Das Gefährlichste am Filmentwickeln ist Essigsäure. Ein paar Stino-Einweghandschuhe machen es da vollkommen. Es ist nichts Schlimmes. Nur, wenn Du matschst, färbt es Dir eben alles mit netten kaffee-gelb-braunen Flecken. Selbst ich trage da mal ausnahmsweise einen Laborkittel. Das mache ich sonst nur, wenn ich mit Na-Hypochlorit herumhantiere. Wenn man die Klamotten noch mal tragen will und Besuch ins Bad lassen will, ohne, daß der sich fragt, was diese braunen Flecken überall sind, sollte man einfach für Schutz sorgen. ;-)
#8
Geschrieben: 05. April 2010, 15:15
silastischer waffenteufel schrieb am 05. April 2010, 10:05:
Nur, wenn Du matschst, färbt es Dir eben alles mit netten kaffee-gelb-braunen Flecken.
super, da habe ich ab heute eine elaborierte ausrede, wenn mir mal wieder die kaffeemaschine explodiert... "diese braunen flecken überall? oh, das kommt vom filmentwickeln."
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