Bis vor zwei Wochen hätte ich auf das Thema nicht geantwortet, da mir bis dahin sowohl der emotionale Bezug fehlte, diesen Verlust nachvollziehen zu können, als auch eine Vorstellung von Kosten, solch ein Gefährt betreffend. Seit eben dieser Zeitspanne zähle ich mich allerdings auch (nach 10 Jahren Abstinenz) zu den Zweiradbesitzern mit Muskelkraft-Antrieb. Und da ich eben jenes Gefährt, nach meiner Übernahme erst einmal in Schuß bringen musste und mir beim Einkauf der diversen Ausstattungsteile und Anbauten die Kinnlade auf die Ladentheke des ob meiner Ahnungslosikkeit die Teile betreffend ohnehin schon verdutzten Ladenbesitzers schlug, kann ich den Verlust inzwischen auch mit Angstgefühlen vor selbigem nachempfinden.
Und wie sich diese Befürchtung manifestiert ist mir am Stadtfest-Wochenende auch bewußt geworden. Trotz der immensen Zeitersparnis, die mir dieses Gefährt von meiner Wohnung zum Ort des bunten Treibens gegenüber der Autofahrt nebst Parkplatzsuche beschehrte, blieb doch den ganzen Abend der bittere - zum Glück unbegründete - Beigeschmack des Verlustes, wenn ich an den Abstellort zurück kehre. Bei meinem Auto mache ich mir da weniger Sorgen. Ich schließe ab, verlasse es und bin mir sicher, alles so vor zu finden, wie ich es hinterlassen habe. Nur stellt sich dieses Sicherheitsdenken bei meinem Fahrrad noch nicht ein. Trotz abnehmbarer Kleinteile und einem auch optisch Sicherheit versprechenden Schlosses blieb zumindest an jenen Festtagen des vergangenen Wochenendes immer ein latentes Unwohlsein in der Magengegend. Aber vielleicht ist es auch der Vorteil gewesen, sich bei jenem Unwohlsein gleich auf das folgende flaue Gefühl in Bauch und Kopf einstellen zu können, wenn der Körper die Party-Flüssigkeiten abbaut