Kanzlerin Angela Merkel (CDU)
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im September 2010:
"Wir haben heute schon die sichersten Kernkraftwerke der Welt."
Kanzlerin Merkel im Oktober 2010:
"Die Kernkraftwerke werden abgeschaltet, wenn wir das Zeitalter der erneuerbaren Energien erreicht haben, aber sie werden nicht abgeschaltet nach Ideologie."
Kanzlerin Merkel stoppt am 14. März 2011 nach der Katastrophe in Japan vorerst die Laufzeitverlängerung für AKW:
"Ich sage ganz deutlich: Es gibt bei dieser Sicherheitsüberprüfung keine Tabus."
Umweltminister Norbert Röttgen (CDU)
Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) löst im Februar 2010 in der "Süddeutschen Zeitung" einen parteiinternen Streit aus:
"Im Übrigen muss sich eine Partei wie die Union ... gut überlegen, ob sie gerade die Kernenergie zu einem Alleinstellungsmerkmal machen will."
Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU)
Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) im Juli 2010 über den Kurs von Umweltminister Röttgen:
"Eine grandiose Fehlleistung."
Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus im Juli 2010:
"Wir brauchen 15 plus x Jahre Laufzeitverlängerung. 15,16,17 Jahre halte ich für sinnvoll."
Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus am 15. März 2011:
"Neckarwestheim I wird abgeschaltet -dauerhaft - und stillgelegt."
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Februar 2010:
"Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen."
CSU-Chef Seehofer schwenkt am 14. März 2011 auf den neuen Kurs ein:
"Maximale Sicherheit hat Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen."
Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU)
Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) im Februar 2010:
"Der überstürzte Ausstieg aus der deutschen Kernenergie bedeutet den Einstieg in die tschechische Atomkraft. Denn dann müssen wir Strom aus Temelin importieren. Das wäre unglaubwürdig."
Bayerns Umweltminister Söder am 14. März 2011:
"Wenn die Laufzeitverlängerung ausgesetzt wird, muss Isar 1 in diesem Jahr vom Netz. Ich glaube, es sollte dann abgeschaltet bleiben."
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU)
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) im Februar 2010:
"Es wäre ein völlig falsches Signal, wenn Neckarwestheim jetzt vom Netz ginge. Dieses Kraftwerk muss weiterbetrieben werden."
Unionsfraktionschef Kauder in der "Bild"-Zeitung vom 15. März 2011:
"Alle Sicherheitsstandards müssen jetzt im Zusammenspiel von Bund und Ländern auf den Prüfstand - und zwar rasch und gründlich. Besonders gilt das natürlich für die Frage der Notstromversorgung. Alles andere wäre unverantwortlich."
Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP)
Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) im September 2009:
"Ich kann keinen ökologischen Fortschritt darin erkennen, wenn wir in Deutschland die sichersten, modernsten, besten Energietechniken der Welt abschalten, um am Tag danach Strom aus viel unsichereren Kraftwerken aus dem Ausland einzukaufen."
FDP-Chef Westerwelle am 14. März 2011:
"Wir brauchen auch eine neue Risikoanalyse. Wenn es Defizite gibt, müssen diese Kraftwerke nicht irgendwann, sondern jetzt nachgerüstet werden und können nicht länger betrieben werden."
FDP-Generalsekretär Christian Lindner
FDP-Generalsekretär Christian Lindner im August 2010:
"Wir wollen einen mittleren Zeitraum Verlängerung haben, und zwar nicht wegen der Energieversorgungsunternehmen - für die verlängern wir die Restlaufzeit nicht -, sondern weil wir eine sichere Energieversorgung in Deutschland brauchen."
FDP-Generalsekretär Lindner am 15. März 2011 im "Deutschlandfunk" zur Sicherheit deutscher Meiler:
"Wenn sich auf alte Fragen neue Fakten ergeben, dann muss entschieden werden, und deshalb gibt es jetzt eine Zäsur."
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle im August 2010:
"Die Szenarien haben ergeben, dass der volkswirtschaftliche Nutzen bei einer Laufzeitverlängerung zwischen 12 und 20 Jahren höher ist als bei den Extrem-Varianten mit 4 und 28 Jahren."
Brüderle begründet am 14. März 2011 den von ihm geforderten raschen Übergang zu regenerativen Energien.:
"Es hat sich eine neue Lage ergeben."
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU)
Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) im Februar 2010 auf eine Anfrage der Grünen zum Atomkraftwerk Neckarwestheim 1:
Neckarwestheim 1 erfüllt "alle aus sicherheitstechnischer Sicht zu stellenden Anforderungen".
Gönner am 14. März 2011 zur möglichen Abschaltung von Atomkraftwerken in ihrem Bundesland vor der Landtagswahl am 27. März:
"Wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist, wird es auch eine Abschaltung geben."
http://www.spiegel.d...ecke-65754.html