Dass Leipzig keine Berge hat und nicht am Meer liegt ist gar nicht schlimm, denn Leipzig hat Seen! Und der berühmteste feiert nun Geburtstag: Lieber Cossi, alles Gute!
10 Jahre und viele heiße Badetage sind vergangen, seit der ehemalige Braunkohletagebau erstmals zum Planschen einlud und schwitzefleckigen, japsenden Leipzigern Abkühlung und Sandstrand gleichermaßen versprach. So treffen sich hier jeden Sommer Sonnenbader, Nacktbader, Sportbader-nein Schwimmer,natürlich- , Menschen die nur mal den Blick auf den See genießen wollen, wenn sie von ihrem Buch aufblicken, Menschen, die zum Lernen in freier Natur aufbrechen und mit Sonnenbrand und einem Bauch voll Grillgut heimkommen, Menschen mit Hunden und welche ohne. Ein See für alle eben. Und nun auch ein See mit Geschichte und dem ersten runden Geburtstag.
Ihr habt eure eigene Geschichte zum Cospudener See? Dann teilt sie mit uns!
Herzlichen Glückwunsch!
Der Cospudener See wird 10
Eröffnet von An Chiardhuibh, 13.08.10, 15:23
3 Antworten zu diesem Thema
#3
Geschrieben: 15. August 2010, 12:08
Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt die Spaßbremse gebe und mit Luftmatratzen und nassen Badehosen beworfen werde. In Cospuden lebten einmal Menschen. Wie in Zeschwitz, Bösdorf und Eythar mussten die Bewohner vor Jahren den gefräßigen Braunkohlebaggern weichen. Etwas hilflos treffen sich einmal im Jahr einstige Umgesiedelte u.a. in Markkleeberg und machen auf sich aufmerksam. Wie das heute eben so geht. Zu deutsch: Es interessiert sich kaum eine/r für die Lebensgeschichten der Heimatvertriebenen. Bei aller Freude am Planschen und am Sonnenbaden könnte mensch – am und auf dem Wasser liegend – hin und wieder einen kleinen Gedankenblitz an den Ursprung der ‚idyllischen Wasserlandschaft‘ verschwenden. Davon geht niemand unter. Und die Dörfer tauchen auch nicht mehr auf.
#4
Geschrieben: 15. August 2010, 12:17
Stimmt, ist sicher angebracht.
Konsequenterweise müsste aber auch jeder Leipziger, der in den vergangenen 40 Jahren Zentralheizung hatte an jedem kühlen Tag dankbar sein. Oder so.
Ich will das jetzt nicht ins alberne ziehen, keine Sorge, aber die Renaturierung einer geschundenen Landschaft ist auf jeden Fall ein lobenswertes Vorhaben und die besagten Dörfer wurden ja nicht für den See geopfert, sondern für die Kohle.
Konsequenterweise müsste aber auch jeder Leipziger, der in den vergangenen 40 Jahren Zentralheizung hatte an jedem kühlen Tag dankbar sein. Oder so.
Ich will das jetzt nicht ins alberne ziehen, keine Sorge, aber die Renaturierung einer geschundenen Landschaft ist auf jeden Fall ein lobenswertes Vorhaben und die besagten Dörfer wurden ja nicht für den See geopfert, sondern für die Kohle.
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