der autor eines meiner lieblingsbücher ist gestorben. die frankfurter rundschau nennt ihn in ihrem nachruf zurecht den erforscher des 20. jahrhunderts. er hat es geschafft, geschichte aus den verstaubten archiven zurück ins leben zu holen, festgelegte perspektiven über den haufen zu werfen und neue - eigene - standpunkte zu provozieren. und das ganze noch mit einer leichtigkeit, die den sperrigen, schweren themen spottete. das leben und der tod, die schuld und das schicksal, bei mulisch waren das handliche gegenstände, die einen inspirierten statt zu überfordern. sein tod ist ein trauriger moment für die europäische literatur. glücklicherweise hinterläßt er ein reichhaltiges werk.
Harry Mulisch ist tot
der niederländische Literat mit dem kosmopolitischen Blickwinkel
Eröffnet von bogarnil limdal, 01.11.10, 01:37
1 Antwort zu diesem Thema
#2
Geschrieben: 01. November 2010, 10:29
ich hab's leider immer noch nicht geschafft "die entdeckung des himmels" zu lesen, aber der film war auch schon nicht schlecht. mulisch war auch schon öfters anwärter auf den literaturnobelpreis, allerdings hat es dann doch nie geklappt. sobald mal wieder ein freies lesefenster entsteht, werde ich mein versäumnis nachholen und ein buch von ihm lesen.
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