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Lew Tolstoi ist tot
und das nun schon seit 100 Jahren


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8 Antworten zu diesem Thema

#1 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 20. November 2010, 13:25

Heute vor einhundert Jahren starb der russische Schriftsteller Lew Tolstoi im Stationshäuschen der Bahnstation Astapowo. Das Ende einer Pilgerreise Richtung Süden und des Lebens eines der berühmtesten Menschen der Welt. Krieg und Frieden und Anna Karenina sind zwar die bekanntesten, jedoch bei weitem nicht seine einzigen Werke. Diese reichen von Erzählungen und Märchen bis hin zu politischen und religiösen Schriften. In einer Tonaufzeichnung hört man Tolstoi zum Beispiel gegen die Todesstrafe wettern.

Welche Verbindung habt ihr zu Tolstoi? Habt ihr eines seiner Bücher gelesen? Was bedeutet Tolstoi noch in unserer Zeit?

#2 Dunbar

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Geschrieben: 20. November 2010, 13:55

tolstoi sagt mir natürlich vom namen her was allerdings kannte ich nichtmal seinen vornamen *schäm*
gelesen hab ich auch keins seiner bücher was nu aber wirklich mal nötig wäre
mal sehen ob ich mir irgendwo ne günstige ausgabe von krieg und frieden besorgen kann... wäre mal interessant
damit wäre die frage nach meiner verbindung zum lieben lew auch geklärt (keine)
die bedeutung von ihm kann ich erst nach lektüre eines oder mehrerer seiner werke ergründen

#3 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 20. November 2010, 14:08

ich finde es schade, dass man in der schule so wenig von den russischen autoren hört- wie auch von französischen-überhaupt wird die internatioinale literatur im deutschunterricht ganz schön vernachlässigt. was den englischsprachigen raum angeht, habe ich erst im studium ein wenig aufgeholt und trotzdem: tolstoi & co kenne ich leider auch nicht vom lesen, sondern nur aus den verfilmungen, die ich dafür aber sehr gut fand. von krieg und frieden gibt es seit diesem jahr eine neuübersetzung, vielleicht könnte man sich ja mal da ran wagen, wenn das buch als taschenbuch erscheint. in der bibliothek hat man nach dem feuilletonrummel um tolstoi bestimmt im moment keine chance. ich glaube ich schaue mir heute abend mal den film "ein russischer sommer" an.

#4 Dunbar

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Geschrieben: 20. November 2010, 17:24

ich hatte immer das gefühl das im deutschunterricht "deutsch" immer als wichtigste komponente angesehen wird/wurde
alles was übersetzt werden musste war im unterricht nicht relevant
ich selber musste (leider) den deutsch-lk besuchen (meine kombination englisch und geschichte ging leider nicht da ich französisch als gk belegen musste) dort waren meine zahlreichen erfahrungen mit englischer literatur ("der fänger im roggen" um mal ein bekanntes beispiel zu nennen) nicht gefragt
das ist auch etwas was mich bis heute ärgert das deutschunterricht zu wörtlich genommen wird und andere autoren als brecht & co gar keine rolle spielen
ich weis ja nicht wie das ausserhalb von bayern ist aber bei uns wurde die internationale literatur nicht nur vernachlässigt sondern komplett ignoriert :angry:

#5 bogarnil limdal

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Geschrieben: 20. November 2010, 17:28

in sachsen war es meinerzeit (abi 99) auch so, wobei wir im fremdsprachenunterricht durchaus auch literatur durchgenommen haben. wir mußten animal farm lesen und (meine erinnerung ist getrübt) eventuell noch ein weiteres werk. grundkurs englisch übrigens. und wir haben immer mal ein bißchen poesie eingestreut bekommen.

#6 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 20. November 2010, 18:20

naja, aber ein buch (das sicherlich u.a. auch deshalb ausgewählt wurde, weil es relativ dünn ist) und ein paar gedichte (ich nehme mal an eins davon war robert frosts "the road not taken") sind ganz schön wenig. in russland kennt sich ein abiturient nicht nur gut in der russischen, sondern auch in der französischen literatur aus. ich käme ganz schön ins schwimmen, wenn ich dazu etwas sagen müsste...

#7 bogarnil limdal

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Geschrieben: 20. November 2010, 21:07

ich denke, die russische und die französische literatur sind auch sehr eng miteinander verknüppft. es sind ja, so hab ich gehört, vor allem die klassiker, die in russlands schulen gewälzt werden. in meinem deutschunterricht wurde eher wert auf epochale breite gelegt. von barock bis zeitgenössischen texten war alles dabei. ich weiß nicht, was nun besser ist. letztenendes kann man nur einen kleinen kanon schaffen in der begrenzten schulzeit. es ist wohl viel wichtiger, die schüler überhaupt fürs lesen zu begeistern. ob das allerdings optimal lief, bezweifle ich. ich hätte mir manchmal ein bißchen mehr flexibilität gewünscht, etwa die schüler über das gelesene werk bestimmen zu lassen oder wenigstens ein paar bücher parallel zur wahl zu stellen. außerdem lief mir das ewige interpretieren viel zu schemafixiert ab. das war ja mit dem formelhaften abschreiten von analyseschritten weniger philosophie als - ach - juristerei.

#8 flaschenpost.sitebob

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Geschrieben: 21. November 2010, 17:44

In der gestrigen Ausgabe "Die Welt" fand ich, wie in vielen anderen Zeitungen, diverse Beiträge zu Tolstoi. Folgender Artikel aber gefiel mir besonders:
http://www.welt.de/k...nd-Frieden.html
Lautes Lesen im Zeitalter der stummen Kommunikation. Find ich gut.

#9 Rabenfutter

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Geschrieben: 24. November 2010, 10:02

Beitrag anzeigenflaschenpost.sitebob schrieb am 21. November 2010, 17:44:

In der gestrigen Ausgabe "Die Welt" fand ich, wie in vielen anderen Zeitungen, diverse Beiträge zu Tolstoi. Folgender Artikel aber gefiel mir besonders:
http://www.welt.de/k...nd-Frieden.html
Lautes Lesen im Zeitalter der stummen Kommunikation. Find ich gut.

Oder auch das: Autofahren und Buch-Hören ...
Ich selbst habe "Krieg und Frieden" nur bis Seite 545 von 1400 geschafft, danach waren die 3 Monate Semesterferien rum. Schade irgendwie.





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