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Das Problem mit dem Palmöl
nachwachsender Rohstoff auf brandgerodeten Flächen


11 Antworten zu diesem Thema

#1 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 28. November 2010, 15:49

Der Griff in die Pralinenschachtel: der Geschmack zart schmelzender Schokolade, was für ein Genuss! Der Blick in unseren Einkaufswagen: Margarine statt Butter, denn das sei gesünder und auf eine Scheibe Brot gestrichen, schmeckt es doch fast genauso. Die Entscheidung an der Zapfsäule: nachwachsende Rohstoffe statt begrenzt verfügbarem Erdöl. All das verspricht ein gutes Gefühl.

Diesen Produkten gemein ist die Verwendung von Palmöl. Elaeis guineensis ist der lateinische Name der Pflanze, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und heute in einer solchen Vielfalt Verwendung findet, dass es einem fast schwindlig wird. Hauptsächlich findet sich das Öl jedoch in Lebensmitteln aller Art. In der Schokolade sorgt es dank guter Schmelzeigemschaften für den himmlischen Genuss, der Margarine verleiht es den an Butter erinnernden Geschmack und auch beim Kochen, Braten und Frittieren wird das aus den Früchten bzw. aus den Samen gewonnene Öl gerne verwendet. Greenpeace geht davon aus, dass gut die Hälfte der Produkte in unseren Supermarktregalen Palmöl enthält. Da dies allerdings nicht so genau angegeben werden muss, findet sich meistens nur der Hinweis auf Pflanzenöl. In weit geringerem Maße wird Palmöl auch für die Herstellung von Kosmetika und Waschmittel gebraucht und schließlich ebenfalls als Biokraftstoff eingesetzt. Eigentlich könnte alles so schön sein. Ein nachwachsender Rohstoff, der vielseitig einsetzbar unser aller Leben verbessert. Wäre da nicht das Problem mit dem Anbau.

Videoclip aus der Greenpeacekampagne gegen Nestlé
Palmöl wird fast ausschließlich auf Plantagen in Indonesien und Malaysia angebaut. Dank der großen Nachfrage aus Asien und Europa schießen dort die Anbaugebiete nur so aus dem Boden, jedoch nicht ohne Folgen. Denn wo nun großflächig Ölpalmen wachsen, fand sich kurz zuvor verbranntes Land und davor der Regenwald. Der scheinbar unstillbare Hunger der Palmölindustrie hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass Indonesien mit ansonsten kaum nennenswerter Industrie zum drittgrößten Verursacher von Treibhausgasen avanciert ist. Gleichzeitig fallen zahlreiche Tiere, wie z.B. Orang-Utans, Java-Nashörner und Sumatra-Tiger den Brandrodungen zum Opfer. Greenpeace machte Anfang dieses Jahre mit einer eindringlichen und sehr erfolgreichen Kampagne gegen den Lebensmittelhersteller Nestlé auf diesen Umstand aufmerksam (siehe Video links).

Der Druck auf Nestlé verstärkte sich massiv nachdem der Konzern versucht hatte, die Verbreitung des Clips zu stoppen und in diesem Zuge sogar die Facebookseite des Produktes "Kitkat" sperrte. Nestlé sowie ein weiterer Großkonzern kündigten schließlich ihre Verträge mit der umstrittenen Firma Sinar Mas und Nestlé kündigte an, die Produktion bis zum Jahre 2015 umzustellen.


Tatsächlich gibt es einige Bemühungen die Situation in Südostasien zu verbessern. Im Jahre 2004 begann der WWF an einem Zertifizierungssystem für nachhaltig angebautes Palmöl zu arbeiten und rief den "Roundtable on Sustainable Palm Oil" ins Leben um gemeinsam mit Umweltorganisationen, Käufern und Verarbeitern Richtlinien und Kriterien für den Anbau und Umgang mit Palmöl zu erarbeiten. Seit 2008 gelten diese nun. Obwohl der RSPO anerkannt wurde und mittlerweile über 420 Akteure diesem runden Tisch angehören,gibt es noch Probleme mit der Umsetzung, da sich nicht alle Mitglieder auch tatsächlich an die Regeln halten. Auch seien, so Greenpeace, die Kriterien zu schwammig und bedürften einer Konkretisierung. Es ist jedoch zumindest ein vielversprechender Ansatz , denn die Vorteile des Palmöls lassen sich schwer leugnen. Gäbe es nicht die vielen Brandrodungen, fiele auch die Klimabilanz der Herrstellung durchaus positiv aus. Oft werden die Früchte der Ölpalme auch noch zu früh geerntet, obwohl der Ertrag viel höher aus fallen könnte, würde man einfach etwas warten.
Nachhaltigkeit ist das Schlüsselwort im Umgang mit dem Palmöl und hier kommt schließlich der Endverbraucher ins Spiel. Wie das Beispiel Nestlé zeigt, haben die Konsumenten sehr wohl die Möglichkeit eine Veränderung in der Firmenpolitik zu erzwingen. Einerseits durch ihre Kaufentscheidung, andererseits durch das konsequente Einfordern von Transparenz. Solange dies nicht verwirklicht ist, ist der Kauf von Produkten, die Palmöl enthalten- wie übrigens auch die Kerzen bei Ikea-problematisch. Eine Alternative sind Produkte die ausdrücklich auf Palmöl verzichten. Diese finden sich auf der so genannten weißen Liste.

weiterführende Informationen zum Thema:



#2 Spottdrossel

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Geschrieben: 28. November 2010, 17:48

Ich hab vom Verein Konsum Global eine ziemlich aufschlussreiche Studie zum Thema Palmöl für unsere
umweltpolitische Arbeit im Stadtverband bekommen.

Falls Interesse besteht könnte man sie hier einbinden. (PDF)

#3 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 28. November 2010, 21:58

gerne, schick es mir einfach per email (ich schick dir eine pn)

#4 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 28. November 2010, 22:48

Morgen kommt in der ARD um 21.45 Uhr (bei Report München) auch ein Beitrag zu diesem Thema: Biosprit. Das Kartell des Schweigens.

Außerdem wurde mir dieser kurze Film sehr empfohlen, der sich unter anderem auch kritisch zu dem im Beitrag oben erwähnten RSPO-Siegel äußert:



#5 Kerberos

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Geschrieben: 30. November 2010, 12:19

Biokraftstoffe sind aber schon immer umstritten gewesen. Man braucht sich nur vergegenwärtigen das ein einzelner LKW der einmal quer durch Europa fährt dazu pi mal Daumen einen ganzes Feld an Rapsplanzen benötigt. Das Positive Image des Biosprits hier in Deutschland ist eigentlich unverständlich. Ich denke mich zu erinnern, dass die Politk also der damlinge Verkehrsminister, das war noch unter rot-grün das Zeug entgegen den Empfehlungen der Automobilindustrie heilig gespochen hatte. Bin mir im letzten Satz aber auch selbst nicht ganz sicher, ob das so der Wahrheit entspricht. Ist nur etwas an das ich mich Wage erinnere.

Ich bin eben aber über diesen Link gestolpert: http://de.wikipedia....i/Land_Grabbing
Es schaut also so aus als würden hier die Konsequenzen der mangelnden Anbaufläche von den finanzstärkeren Nationen angepackt. Mag man es jeder selbst bewerten wie er lustig ist.

Den Beitrag selbst hab ich noch nicht gesehen, werde aber mal versuchen reinzuklicken.

#6 bogarnil limdal

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Geschrieben: 30. November 2010, 23:51

Beitrag anzeigenKerberos schrieb am 30. November 2010, 12:19:

Biokraftstoffe sind aber schon immer umstritten gewesen. Man braucht sich nur vergegenwärtigen das ein einzelner LKW der einmal quer durch Europa fährt dazu pi mal Daumen einen ganzes Feld an Rapsplanzen benötigt. Das Positive Image des Biosprits hier in Deutschland ist eigentlich unverständlich. Ich denke mich zu erinnern, dass die Politk also der damlinge Verkehrsminister, das war noch unter rot-grün das Zeug entgegen den Empfehlungen der Automobilindustrie heilig gespochen hatte. Bin mir im letzten Satz aber auch selbst nicht ganz sicher, ob das so der Wahrheit entspricht. Ist nur etwas an das ich mich Wage erinnere.

ich erinnere mich noch an das widerstreben der automobilindustrie, aber ähnlich vage wie du. da müßte man nochmal in den archiven wühlen. allerdings erscheint mir zumindest die mengenangabe der lkw-betankung aufs rapsfeld umgerechnet irgendwie nicht stimmig. soweit ich mich erinnere, kann man theoretisch jeden dieselmotor auch mit pflanzenöl betreiben (ob es gut für den motor ist, sei dahingestellt). deswegen wird wohl auch in manchen ländern (ob auch in deutschland, weiß ich nicht) dem dieselkraftstoff farb- und geruchsmittel beigemischt, damit steuerbetrug leicht erkannt werden kann. auf das pflanzenöl zum braten und fritieren wird nämlich keine mineralölsteuer und ähnliches erhoben. wenn nun aber biodiesel quasi rafiniertes pflanzenöl ist und die lkw-tank-acker-rechnung stimmt, dann möchte ich ehrlich gesagt nicht die klimabilanz meines letzten tomaten-mozarella-salats kennen.

aber in sachen biodiesel gibt es ja auch noch andere techniken. durch die medien (oder besser durch die bildzeitung) geisterte ja vor ein paar jahren die unsinnige behauptung, daß katzen in sachsen zu biodiesel verarbeitet würden. das körnchen wahrheit an dieser falschmeldung war die theoretische möglichkeit, da wohl quasi jeder organische ausgangsstoff zu biodiesel verarbeitet werden könne.

#7 phriedrich

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Geschrieben: 01. Dezember 2010, 01:19

In die etwas gröberen alten Diesel kann man theoretisch wirklich das übelste Zeug reinfüllen, glaube ich.

Bei den neueren verstopft das Zeug mitunter die Einspritzung und bringt dann mindestens deutlich weniger Leistung.

Zusätzlich kann die andere Mischung – bei alten wie bei neuen Motoren – alle möglichen Dichtungen anfressen. Deswegen steht bei vielen neueren Diesel extra dran, dass sie für Bio-Diesel zugelassen sind, ältere kann man teils umrüsten.

So viel zum technischen.

Inwiefern das ökologisch und ökonomisch wirklich sinnvoll ist kann ich nicht beurteilen.

Man sollte aber, wenn man davon redet, wieviel Getreide deshalb nicht angebaut werden könne, auch sehen, das bei uns daran nun wahrlich kein Mangel herscht, eher Überproduktion.

Und es ist ja nun mal leider nicht so, dass da Überflüssige an die Notleidenden verschifft würde. (Stichworte: Markt, Preise)

Ich hab schon ganze Rübenfelder gesehen, die nur auf Halde geschüttet und im nächsten Jahr wieder untergepflügt wurden. Das ist erst sinnvoll. Da kann man lieber Sonne über diesen Umweg zu Sprit machen, auch wenn's nicht besonders effizient ist.

(Schöner wär's vielleicht allerdings Flächen zu renaturieren. Nur wer will den was von seinen dafür hergeben?)

#8 Kerberos

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Geschrieben: 01. Dezember 2010, 05:25

Bei den Einspritzdüsen hat phriedrich recht, das liegt an den Harzen in diesen Kraftstoffen und bei dem anderen eigentlich auch. Zur Klimabilanz des tomaten-mozarella-salats, die ist schon ok. Das sind ja nachwachsene Rohstoffe die der Atmosphäre die enthaltenen Kohlendioxide bei wachsen entzogen haben, und du sie beim verdauen einfach nur wieder an die Umwelt abgibst. Die Bilanz bleibt also gleich, und auch beim LKW. Ich möchte hier aber natürlich mit dem Feld für einen LKW keine Amenmärchen erzählen... hab mal auf Wikipeda gesucht. Klick

  • Biokraftstoff --> Biodiesel (Rapsmethylester)
  • Ertrag pro Hektar --> 1550l
  • Kraftstoffäquivalenz --> 0,91 (Vergleich zu konventionellem Kraftstoff --> mineralisch)
  • Kraftstoffäquivalent pro Fläche --> 1411l/ha (also der Kraftstoffäquivalent durch den Ertrag eines Hektars, was ich jetzt mal als Feld nehme - das ist ungefähr die Fläche eines Fussballfelds.)
extra:
Fahrleistung --> 23300km/ha und nochmal 17600km/ha, wenn man Rapskuchen/ Schlempe/ Stroh zu Biomethan mit hinzunimmt. (Ehrlich gesagt ist mir die Angabe jetzt sehr schleierhaft. Wie hat man das berechnet? Ohne Formel, Anfangsbedingungen und Grenzwerte ist diese Angabe jedenfalls Bogus. Hat jemand eine Idee?)

Seis drum, hab nun mal bei Googlemaps geschaut, einmal von Madrid nach Warschau das sind mit googles Empfehlung 2.868km. Ich runde das mal auf, auf 3000km. Da bei LKW die Verbrauchswerte gewöhnlich nicht in l/100km angeben werden, nehme ich jetzt mal einen kruden Schätzwert und sage der LKW verbraucht auf dieser Strecke mit unserem Fahrstil und unserer Zuladung 40l pro 100km. Das sollte für so einen großen Brummi ganz sparsam sein.

Also haben wir ca. 1400 Liter Mineraldiesel laut Kraftstoffäquivalenz, Verbrauchen 40l pro 100Km und müssen eine Strecke von 3000km überwinden.

Verbrauchsfaktor: 40l/100km = 0.4
Streckenverbrauch: 0.4 * 3000km = 1200l

Da können wir also mit unseren restlichen 200l noch ein bisschen weiter rumkurven. Die Angabe kommt aber so Pi mal Daumen hin. Nur ab jetzt sage ich Fussballfeld oder Hektar und nicht Feld. Nun stelle man sich mal vor, wie viele LKWs tagtäglich solche Strecken fahren, und wieviel Fussballfelder diese einnehmen würden. Mit hundertprozent Biodiesel zu fahren währe da ja Wahnsinn. Das Feld wächst ja auch nicht innerhalb eines Tages wieder nach. Und auch als Ergänzung würde ich es negativ sehen. Da die Motore angepasst werden müssen, und am Ende vielleicht schlechtere Verbrauchswerte haben, als mit reinen mineralischen Kraftstoffen. Das kann man nun nicht mit so einer Milchmädchenrechnung nachprüfen, aber die Automobilhersteller werden das schon ausgerechnet und drauf hin ihren Protest angemeldet haben.

Die Einfärbung passiert übrigens beim Heizöl, weil das im Prinzip genau das gleiche wie Diesel ist und eben wie du sagtest nur anders besteuert wird.

#9 bogarnil limdal

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Geschrieben: 01. Dezember 2010, 10:32

stimmt, das heizöl wird eingefärbt. das habe ich durcheinandergeschmissen. ich hatte das aber im gleichen beitrag aufgeschnappt, in dem es auch um traktoren ging, die mit altem frittierfett betrieben werden. das thema insgesamt war steuerhinterziehung in der landwirtschaft. :-)

#10 bogarnil limdal

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Geschrieben: 08. März 2011, 13:22

die jüngste brot-für-die-welt-studie zeigt wohl, daß das land für die palmölplantagen oft unter betrügerischen bedingungen den besitzern abgekauft wird. man verspricht den eigentümern in mündlichen verträgen den bau von schulen und elektrizität usw. - also den aufbau kommunaler infrastruktur. in den kaufverträgen, die mit daumenabdruck gezeichnet werden, findet sich das dann aber nicht wieder. und die arbeitsplätze werden mit zugezogenen arbeitern besetzt, was zusätzliche probleme aufwirft.

palmöl ist also nicht nur aus umweltschutzgründen problematisch, sondern steht für kolonialistische ausbeutung übelster sorte. es liegt in unserer verantwortung, bewußter einzukaufen, um das nicht zu unterstützen.

hier ein kurzer beitrag vom deutschlandfunk zum thema:


#11 Kerberos

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Geschrieben: 08. März 2011, 18:45

Daumenabdruck? Können die gar nicht lesen? (hab jetzt nicht reingehört)

Zur E10 Debatte finde ich den Artikel von 2006 hier ganz interessant: Klick Das Problem ist anstatt dem Verbraucher verlässliche Studien zu geben, an denen er die Folgen seines Handelns ablesen kann, wird der Protest als "Ich weiß nicht ob mein Auto das verträgt"-Problem umgedeutet. Denn ich denke es ist eher ein "Ich weiß nicht ob mein Gewissen das verträgt"-Problem auf das die Politik sich einstellen müsste.

#12 berührung

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Geschrieben: 08. März 2011, 19:51

Ich habe mal eine Studienarbeit zu dem Thema schreiben müssen und das Ergebnis war irgendwie sehr befremdlich. Im Grunde existiert ein sehr reales Problem. Nämlich die Abhängigkeit der westlichen Wirtschaft vom Erdöl und dessen Endlichkeit und die ganze Diskussion um Biokraftstoffe ist da nur ein Versuch der Zickmühle zu entfliehen, ohne das Wirtschaftsystem radikal ändern zu müssen. Außerdem sind Öko und Bio schick.

Krass fand ich auf jeden Fall, dass Staaten wie Brasilien und Argentinien versuchen ihre Wirtschaft nach westlichen Bedürfnissen auszurichten und bereit sind die Sojaproduktion deutlich zu steigern, weil sie auf eine größere Nachfrage durch die Biokraftstoffquoten spekulieren. D.h. es werden Millionen ha Regenwald abgeholzt um zusätzliche Anbauflächen zu schaffen. Da aber grade die Urwälder einen enrom wichtigen CO2 Speicher des Planeten darstellen (zumindest habe ich das so gelernt), ist das totaler Wahnsinn.

Der zugehörige Text ist etwas umfangreicher und leider nur in Englisch verfügbar Link

Schlimmer ist es dann noch in Teilen Afrikas und Südostasiens. Die Staaten in denen dann weitere Plantagen geplant werden, sind oft so schwach, dass die westliche Wirtschaft im Prinzip machen kann was sie will. Kolonialistische Ausbeutung par excellence, wie bogarnil limdal schon so treffend formulierte.

Link

Zusätzlich wächst die Weltbevölkerung weiter, die pro Kopf Anbaufläche sinkt. Aber hauptsache Oma und Opa können mit ihrer 2 Tonnen schweren S-Klasse am Sonntag noch Kuchen fressen fahren, obwohl sie eh schon Diabetes haben. Arrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr................

Edit: Link nachgereicht

Bearbeitet von berührung, 09. März 2011, 14:33,






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