Wikileaks
#22
Geschrieben: 27. Januar 2011, 17:53
Ins besonders in Tunesien das Fernsehen aus Frankreich (In Tunesien können viele, wenn nicht sogar die Mehrheit französisch). Im gesamten Arabischen Raum aber auch sehr stark Al Jazeera.
Die autoritären Regime können das Internet und das Fernsehen nicht ganz kontrollieren. Und das macht sie verwundbarer, als wie noch vor Jahrzehnten.
#23
Geschrieben: 27. Januar 2011, 19:23
#24
Geschrieben: 27. Januar 2011, 19:40
#25
Geschrieben: 02. Februar 2011, 18:50
Zitat
...
Und so war Estland zu einem Riss im Eisernen Vorhang geworden, durch den unablässig die Popkultur des Westens sickerte. "Als 'Knight Rider' im finnischen Fernsehen anlief, fing ich sofort an, über meine Digitaluhr mit dem Renault bei uns im Hinterhof zu sprechen", erinnert sich Jaak Kilmi in seiner Dokumentation. Er blieb nicht lange allein damit: "Wenig später schaute ich aus dem Fenster aus dem Hof und sah ein anderes Kind, das genau dasselbe tat. Und ab diesem Tag sah ich immer mehr Kinder überall in der Stadt, die vor ausländischen Autos standen und in ihre Uhr sprachen."
Bearbeitet von Tara, 02. Februar 2011, 18:50,
#26
Geschrieben: 22. August 2011, 11:30
Tara schrieb am 20. Januar 2011, 10:47:
der haken: wissen und gerücht stehen im internet nebeneinander. und wenn bei der recherche geschlammpt wird, dann ist die glaubwürdigkeit von institutionen wie wikileaks ein noch viel größeres problem. siehe den fall des vermeintlich nicht stattgefundenen massakers vom platz des himmlischen friedens, dessen tatsächlicher verlauf vielleicht nicht dem boulevardeskem "mythos" vom konzentrierten blutbad auf dem platz entspricht, jedoch schon seit 1989 bekannt war. offenbar aber hat man das bei wikileaks (und der presse) nicht gewußt und sich für eine selektive enthüllung vereinnahmen lassen, die nun den eindruck erweckt, es habe überhaupt kein massaker gegeben und die westmedien hätten hier 1989 eine lügenkampagne inszeniert. kurzum: die offizielle chinesische version.
zum vergleich:
die sensationelle "enthüllung" (6.juni 2011)
wikipedia vom 4. mai 2005
#28
Geschrieben: 24. August 2011, 21:31
bogarnil limdal schrieb am 22. August 2011, 11:30:
zum vergleich:
die sensationelle "enthüllung" (6.juni 2011)
wikipedia vom 4. mai 2005
Tja das ist dann wohl eine Frage der Kompetenz. Die gegeben sein muss.
#30
Geschrieben: 25. August 2011, 20:40
Kerberos schrieb am 24. August 2011, 22:24:
Zitat
Na ich weiß ja wohl mal nicht... da gefiel es mir schon besser dass ausgewählte Medien das Material sichteten. So entsteht doch nur eine riesige Daten und Twitterflut. Und die oben angesprochene Kompetenz der Beurteilung fehlt ganz.
#31
Geschrieben: 11. September 2011, 11:21
es gehe um die frage, ob man neuer journalismus sein wolle oder involvierter akteur. openleaks sei dabei der vertreter der neutralen schiene und wikileaks sein agendageleiteter gegenpart. michael scheint beides für wichtig zu erachten, aber der sache von wikileaks eher zuzuneigen. neutralität mache zwar mißstände offenbar, ändere aber nichts. ich würde die these so nicht unterschreiben, aber muß zugeben, daß natürlich eine veränderung durch mehr öffentlichkeit von der aktivität und dem interesse der öffentlichkeit abhängt.
wie steht ihr dazu?
#32
Geschrieben: 11. September 2011, 13:28
Aber auch Abseits meiner Vermutung halte ich die Herangehensweise von DDB für völlig untauglich. Denn Openleaks ist alles andere als open. Es ist eher ein Mittelsmann oder Torwächter der zwar verspricht Informationen sicher weiterzuleiten, aber dies eben ohne sich der Öffentlichkeit zu stellen. Das heiẞt Informationen könnten auch an Geheimdienste verkauft werden. Assange hat zum Beispiel, als nun die Kacke erheblich am dampfen war, per Twitter abstimmen lassen, ob man alles raushauen soll oder nicht. Genau diese Bindung an die Menschen gäbe es bei Openleaks sicherlich nicht.
Allerdings denke ich nicht, dass man hier überhaupt einen Königsweg finden kann. Openleaks soll ja vor allem ein Dienstleister für Medienunternehmen oder finanzkräftige Interessenten sein. Wikileaks ist dagegen eine Truppe von Leuten mit einer Vision und viel Idealismus. Unter dem Umstand, dass Openleaks noch nicht mal die Arbeit aufgenommen hat bleibt so eine Gegenüberstellung sowieso halb Fiktion. Es gibt aber auch möglicherweise einfachere und besser Wege zum Transparenzgewinn. Wikileaks ist hier ein Wegbereiter und hat uns allen gezeigt was denn überhaupt möglich ist und was wir machen können.
Warum könnte denn nicht ein Medienunternehmen, oder ein Organisation wie Greenpace und Co. selbst eine Leaking-Anlaufstelle sein? Ein Softwareprojekt wie Globaleaks könnte so etwas ermöglichen. Vor allem wird hier überhaupt erst einmal kontrollierbare Sicherheit denkbar in dem der Source Code frei verfügbar ist.
Ich würde übrigens Abstand davon nehme das ganze als neuen Journalismus zu bezeichnen. Das war Anfangs nur die Strategie von Assange, um seinen Arsch zu retten. Es sollten journalistische Privilegien in Anspruch genommen werden. Was ich mich bei der Sache, aber eher frage, ist warum nicht jeder Bürger diese Privilegien zur Kontrolle der Regierenden innehaben sollte. Im Zeitalter der Blogger und der informationellen Vernetzung wäre das doch nur Konsequent.
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