So ziemlich Jeder kennt wohl die Organisation Ärzte ohne Grenzen, die in Ländern ohne ausreichende medizinische Infrastruktur Nothilfe leistet. Diese Ärzte arbeiten ehrenamtlich. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch in Deutschland Ärzte arbeiten ohne dafür bezahlt zu werden. Durch ihre freiwillge Arbeit erhalten Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung, die sich diese nicht leisten können, wie zum Beispiel Obdachlose oder Hartz-IV-Empfänger. Sie müssen weder Praxisgebühr, noch die Medikamente zahlen.
In einem neuen Projekt-Blog der Volontäre der Deutschen Welle wird allerhand Material und Wissenswertes zum Thema Ehrenamt gesammelt. Die Arbeit der freiwilligen Ärzte ist einer der ersten Beiträge und soll noch erweitert werden. Geplant ist die Erstellung einer Deutschlandkarte, in die alle ehrenamtlichen Ärzte eingetragen sind. Wenn ihr eine solche Anlaufstelle kennt, könnt ihr dies den DW-Volontären hier mitteilen.
Ehrenamtliche Ärzte in Deutschland
Kennt ihr welche?
Eröffnet von An Chiardhuibh, 12.12.10, 19:38
6 Antworten zu diesem Thema
#2
Geschrieben: 14. Dezember 2010, 10:47
Einigermaßen nahe an dieser Denke sind die Mezis, die ("Mein Essen zahl' ich selbst") auf Pharmageschenke und Beraterbesuche verzichten wollen.
Dann weiß ich von einigen Praxen in Berlin, die zumindest bedarfsweise unentgeltlich arbeiten, wenn die soziale Bedürfnislage eines Einzelnen es erfordert.
In Notfällen muß ja schließlich ohnehin bezahlfrei vorgeleistet werden. Ein Angestellter im Klinikum könnte also in sicherlich vielen Fällen den Notfall konstatieren und eine Lösung entwickeln. Der Regresskram danach ist aber sicher abschreckend genug, kommt er doch aus KH-Verwaltung und Krankenkasse zugleich.
Dann weiß ich von einigen Praxen in Berlin, die zumindest bedarfsweise unentgeltlich arbeiten, wenn die soziale Bedürfnislage eines Einzelnen es erfordert.
In Notfällen muß ja schließlich ohnehin bezahlfrei vorgeleistet werden. Ein Angestellter im Klinikum könnte also in sicherlich vielen Fällen den Notfall konstatieren und eine Lösung entwickeln. Der Regresskram danach ist aber sicher abschreckend genug, kommt er doch aus KH-Verwaltung und Krankenkasse zugleich.
#5
Geschrieben: 15. Dezember 2010, 13:21
warum tierärzte als quasi sachenreparateure sich juristisch angreifbar machen, wenn sie ihre dienste kostenlos vollführen, würde mich jetzt auch interessieren. aber ich dachte bei meiner frage eher an potentielle zwänge, die vom gesundheitssystem herrühren. also die unterminierung der versicherungspflicht oder sowas in der art. wenn es da risiken gibt, sollte man die kennen, bevor man gut gemeint helfende mediziner "verpetzt".
#6
Geschrieben: 17. Dezember 2010, 23:17
bogarnil limdal schrieb am 15. Dezember 2010, 13:21:
warum tierärzte als quasi sachenreparateure sich juristisch angreifbar machen, wenn sie ihre dienste kostenlos vollführen, würde mich jetzt auch interessieren. aber ich dachte bei meiner frage eher an potentielle zwänge, die vom gesundheitssystem herrühren. also die unterminierung der versicherungspflicht oder sowas in der art. wenn es da risiken gibt, sollte man die kennen, bevor man gut gemeint helfende mediziner "verpetzt".
Eine Benennung könnte ja codiert und mit Bitte auf Zuruf erfolgen.
Den Versicherungsteil kann ich nicht beantworten.
Tierärzte müssen Geld verlangen?
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