hier gibt es ein interview mit den akteuren hinter den wikis: Die Scanner
Doktorenschwemme
Über die Zweckmäßigkeit akedemischer Titel
Eröffnet von An Chiardhuibh, 27.02.11, 17:32
23 Antworten zu diesem Thema
#22
Geschrieben: 17. Mai 2011, 23:26
Ich finde das alles irgendwie sehr bedenklich. Auf der einen Seite offenbart sich jetzt ein Sumpf aus Verfilzungen, bei dem viele Politiker ihre Doktortitel wohl als Gefälligkeit erhalten haben. Auf der andere Seite erheben sich anonyme Blogger und spielen den Sheriff samt Hexenjagd. Das ist beides mit meinem Rechtempfinden nicht so richtig vereinbar.
Wie kann das in den Fällen Gutenberg, Koch-Mehrin etc. denn eigentlich sein, dass die Prüfungskommissionen der Universitäten so darmaßen versagt haben? Das ist für mich der eigenetliche Skandal in der ganzen Sache. Und wer zieht die zur Rechenschaft?
Wie kann das in den Fällen Gutenberg, Koch-Mehrin etc. denn eigentlich sein, dass die Prüfungskommissionen der Universitäten so darmaßen versagt haben? Das ist für mich der eigenetliche Skandal in der ganzen Sache. Und wer zieht die zur Rechenschaft?
#23
Geschrieben: 18. Mai 2011, 12:38
berührung schrieb am 17. Mai 2011, 23:26:
Wie kann das in den Fällen Gutenberg, Koch-Mehrin etc. denn eigentlich sein, dass die Prüfungskommissionen der Universitäten so darmaßen versagt haben? Das ist für mich der eigenetliche Skandal in der ganzen Sache. Und wer zieht die zur Rechenschaft?
ja, das ist für mich auch der größte skandal. und in dieser beziehung habe ich kein problem damit, daß anonyme auf hexenjagd gehen, denn es ist ja nicht so, daß mit der anonymität der akteure eine intransparenz in der sache einhergeht.
plagiatsprüfung findet in der praxis doch hauptsächlich online statt, weil zumindest die plagiate der dünnbrettbohrerstudenten auch hauptsächlich online gezogen werden dürften. umso erstaunlicher ist, daß ein uni-gremium tatsächlich noch wochenlang prüfen muß, bis es zu einem ergebnis kommt, das ohnehin schon im netz einsehbar was. hier mag der akteur transparent sein, aber intransparent ist die methode. da ist mir der andere weg lieber.
mehr transparenz in der sache wünschte ich mir auch in anderer beziehung, etwa der verschiedenen enquettekommissionen der regierung oder der ausschußarbeit im bundestag. ein ethikwiki in sachen atomausstieg oder präimplantationsdiagnostik - das wäre doch mal was.
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