Dieses Mal geht es aber mal nicht um die RAF-Zeit an sich, sondern um die Zeit unmittelbar vor deren Gründungsgeschichte - also gewissermaßen um die Keimzellen der Revolution in den Köpfen und Betten von Vesper / Ensslin / Baader.
Andres Veiel ist vermutlich schon durch Blackbox BRD bekannt, das ist ist nun sein erster Spielfilm (mit ähnlicher Thematik aus anderer Perspektive).
Der Film scheint ein Versuch zu sein, Terroristenwerdung nicht nur (historisierend) zu rekonstruieren, sondern auch (psychologisierend) zu verstehen.
Inwieweit das mit der offenbar stark im Vordergrund stehenden Erotisierung des Dreiergespanns Vesper/Ensslin/Baader harmonieren kann, könnte man sich ja durchaus mal ansehen:
Wer wenn nicht wir
Kinostart: 10. März 2011
Regie: Andres Veiel
Mit August Diehl, Laura Lauzemis, Michael Fehling, Thomas Thieme, Imogen Kogge, Michael Wittenborn, u.a.
Laufzeit: 124 Minuten
Verleiher: Senator Films
Zitat
Deutschland in den frühen 60ern. Noch ist das Land ruhig. Doch Aufbruch liegt in der Luft. Auch Bernward Vesper (August Diehl), Sohn des NS-Schriftstellers Will Vesper, begehrt auf. Nachts hackt er wütende Sätze in die Schreibmaschine, die er der erstarrten Gesellschaft ins Gesicht schleudern will. Als er auf Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis) trifft, ist das der Beginn einer extremen Liebesgeschichte: bedingungslos, maßlos, bis über die Schmerzgrenze hinaus. Gemeinsam brechen sie auf, um die Welt zu erobern. Keine zehn Jahre später verliert sich Bernward auf Drogentrips im Wahnsinn, und Gudrun katapultiert sich in den bewaffneten Untergrund. Für beide wird es kein Zurück mehr geben. (filmstarts.de)
Der Film basiert auf dem (empfehlenswerten) Buch von Gerd Kroenen:
Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus. (Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-03313-1)
Und hier gibt es auch einen Trailer.
Bearbeitet von Libera, 08. März 2011, 17:07,






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