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Schaffen wir es bis 2012, oder doch eher?
Atomkatastrophe in Japan


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77 Antworten zu diesem Thema

#61 rs-az6

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Geschrieben: 25. März 2011, 15:36

Danke, danke, danke wirtschaftsminister Brüderle und ex - BDI chef Werner Schnappauf. Rainer hat in vertrauter runde die wahrheit gesagt, der BDI hats protokolliert und Werner verschickte es.

Zitat

"Dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien."

Um den Münchner Merkur zu zitieren: "Die Prinzipienlosigkeit dieser Bundesregierung wird nur noch von ihrer Dummheit übertroffen."

Das dürfte der GAU für die regierung sein.








Bearbeitet von rs-az6, 25. März 2011, 15:40,


#62 Sirkka

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Geschrieben: 25. März 2011, 22:00

Ein Armutszeugnis. Aber hätten sie gar nichts getan wäre es auch falsch. Ich mag nicht an Frau Merkels Stelle sein.

Was anderes. Japan geizt immer noch mit Informationen - zwei Wochen nach Tag X hätte man ruhig mal was lernen können, aber nein.
Scheinbar schreitet im Reaktor 3 unter einem beschädigtem Reaktormantel eine Kernschmelze (in Teilen) voran und keiner kann etwas dagegen tun.
Die Strahlung steigt, ein Ende ist nicht in Sicht.

Ich stelle mir gerade die Frage, was passiert, wenn 4 der 6 Reaktorkernen schmelzen. Welche Auswirkungen hat das für uns? (Ich Esel immer zuerst) An die Auswirkungen für Japan mag ich nicht denken. Die wären fatal für die gesamte Insel.

Arte brachte gerade einen Fernsehfilm über einen Atomunfall an der tschechischen Grenze - und nun eine Dokumentation über Kernkraftenergie, u.a. Forsmarg 2006. Die Rede ist von kalkulierbarem Risiko... Provit vor Sicherheit.

#63 Sirkka

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Geschrieben: 26. März 2011, 14:15

Restlaufzeit nach dem Abschalten. Über das stillgelegte KKW in Hamm (Thorium-Hochtemperatur-Reaktor 300)

Fand ich sehr interessant. Es gibt einen kleinen Einblick, wie lange der Rückbau dauert.

Bearbeitet von Sirkka, 26. März 2011, 14:16,


#64 Tara

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Geschrieben: 26. März 2011, 19:05

Beitrag anzeigenSirkka schrieb am 25. März 2011, 22:00:

Ein Armutszeugnis. Aber hätten sie gar nichts getan wäre es auch falsch. Ich mag nicht an Frau Merkels Stelle sein.

Der Fehler war die Verlängerung durchzusetzen. Warum auch immer sie es machen wollten. Ich möchte nicht wieder die Atomlobby als Grund bringen. Merkel sah wohl auch die Möglichkeit die kostenintensive Umsetzung des rotgrünen Ausstiegs etwas abzumildern.

Aber was die große Strategin nicht vorhersah war Fukushima. Und nun fällt ihre ganze Strategie auseinander und dazu kommen noch die strategischen Fehler der letzten Wochen (Guttenberg, AKWs sofort abschalten, Libyen). Jetzt ist die Kacke am dampfen und mit reiner Strategie kommt sie da nicht mehr ohne Blessuren raus.

Ist wie beim Schach. Wenn man zu viele Fehler macht kann man noch den Rest der Partie so gut spielen wie man will. Irgendwann kommt das SchachMatt.

Bearbeitet von Tara, 26. März 2011, 19:07,


#65 Kerberos

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Geschrieben: 27. März 2011, 08:37

Für die Japaner wird es nun langsam ernst: Link

#66 bogarnil limdal

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Geschrieben: 27. März 2011, 19:53

Beitrag anzeigenKerberos schrieb am 25. März 2011, 14:00:

Ich weis nicht, ob das überhaupt Aufgabe des Journalismus ist. Die Präsentation der Faktenlage reicht mir da schon aus.

mir nicht. denn fakten kann man sich auch und sicherer selbst zusammenrecherchieren. die medien haben den "neuen medien" eigentlich nur noch voraus, daß sie durch ihre vielfach größeren rechercheressourcen und ihren direkten zugang zu den akteuren eben auch noch mehr fakten rauskitzeln können. wenn die medien aber nur noch pressemitteilungen verbreiten und aus wikipedia abschreiben, ist es damit vorbei. und ein interview ohne knallharte fragen und gegenübergestellte gegenpositionen rangiert bei mir immer unter "pressemitteilung".

edit: ach so, wegen kirkegard. klar ist das auch nicht der erstrebenswerte zustand. es ist eine gratwanderung und da bin ich leider immer öfter der meinung, daß die etablierten, seriösen medien in beide richtungen abkippen. nicht nur dünne, teils falsche faktenlagen, sondern auch zunehmend verkappte stimmungsmache jenseits der legitimen meinungsseiten.

#67 Sirkka

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Geschrieben: 28. März 2011, 18:38

nun schmilzt es "vorübergehend" partiell... in no.2

#68 phriedrich

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Geschrieben: 29. März 2011, 09:49

Lesen in den Isotopen | Technology Review

#69 Kerberos

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Geschrieben: 30. März 2011, 03:23

Lasst es euch schmecken: EU erhöht Grenzwerte für Strahlung in Lebensmitteln aber nur für Japan-Importe

#70 Kerberos

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Geschrieben: 31. März 2011, 22:49

Hier ist ein Interview mit X-Akten Garantie. <_<

Naja: Klick und Klick

#71 bogarnil limdal

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Geschrieben: 01. April 2011, 07:53

Beitrag anzeigenKerberos schrieb am 31. März 2011, 22:49:

man muß ja nicht auf die "expertise" von erziehungswissenschaftlern zurückgreifen. das befördert nur die vorurteile, daß keine ernstzunehmenden experten greifbar seien.

ich halte mich an pflugbeil. der ist als radiologe vom fach und ist in den medien auch präsent.

#72 Kerberos

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Geschrieben: 01. April 2011, 08:16

Ich hab in dem Kontext mal in Netz gesucht und man findet durchaus die Dinge auf die er sich beruft. Ich glaub das ist bei Esoterikern, aber auch nicht ungewöhnlich, dass sie wissenschaftliches Material selbst auf eigene Faust neu interpretieren, so bis genau das raus kommt was sie jetzt gerne sagen wollen. Da führt Wissenschaft natürlich ad absordum. Weiter stößt mir der große Polemik-Faktor und die Form der Präsentation auf. Warum sollte ein gesunder Mensch sich bitte in dieser Form selbst um seine Glaubwürdigkeit bringen? Was in dem Kontext natürlich nervt ist, wenn damit die Leute die er zitiert selbst in den Dunstkreis der Esoterik gezogen werden.

----------------

Ich hab hier, aber mal einen interessanten Chart gefunden, der aufzeigt welchen unterschiedlichen Strahlenwerte wir tagtäglich ausgesetzt sind.

#73 Kerberos

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Geschrieben: 06. April 2011, 15:28

Hier mal eine völlig andere Perspektive im SPON. Mir fiel es beim lesen ziemlich schwer, dass als ernsthaften Kommentar zu werten. Gerade, da sich hier Vernunft mit Idiotie zu paaren scheint. Ich stimme dem Autor zu, dass man Gefahren relativieren muss, und ihre Dringlichkeit besser genau abwegen tut. Worüber ich mich aber aufrege ist, das hier eben nicht das freie Individum, sondern eine Statistik der Ausgangs und Endpunkt der Überlegung ist. Da wird allen ernstes Rauchen mit einem atomaren GAU verglichen. Senkt die Regierung die Tabaksteuer hat das viel stärkere Effekte als ein Super-GAU. Na wie schön. Ich als Individum habe lange Zeit geraucht, mich dabei doch wenig am Preis gestört, und die Gefahr kaum für voll genommen. Doch hätte ich trotz dessen niemals einem ganzen Volk, ob Kleinkind, Erwachsen oder Rentner eine gemeinsame Kippe ich Fresse gestopft! Das ist der Punkt an dem man emotional nur noch schreiend mit dem Kopf voran durch die Wand rennen kann. Ich bin kein Zombie, sondern ein denkender Mensch! Ich möcht selbst bestimmen können was mich umbringt. Es gibt sicher auch Lebensmittel die Menschen ins Grab bringen, doch darum müssen die Produzenten angeben was enthalten ist, aufklären über die Gefahren. Das geschieht in der Atomkraft nicht, denn es ist ganz unabhänig von der Aufklärung darüber, wie stark ich betroffen bin. Nicht mal mit einem Ökostromvertrag kann ich das Risiko der Meiler aus meinen 4 Wänden aussparen. Hier werden doch die Menschen mit Hilfe der Statistik zum Werkstoff degradieren. Ist das etwa eine Form von Wissenschaftsfaschismus, oder schreibt da jemand für die Kaffeekasse?

Auch kann ich niemanden ernst nehmen, der auf die Abfälle der Kohlekraft (CO2)so mahnend hinweist, dabei aber im gleichen Artikel kein einziges Wort über die Abfälle der Atomkraft verliert. Im übrigen halte ich die Versuche CO2 auf lange Sicht formgeschlossen zu speichern, für genau so idiotisch wie das derzeit beim Atommüll passiert. Es klappt nur über kurze zeitliche Distanzen. Und warum es ein Vorteil ist, wenn in Japan die Verstrahlung der Umgebung sich auf 100km² konzentriert, anstatt sich um die Welt zu relativieren, das bleibt wohl das Geheimnis dieses Strahlendoktors. Japan ist nicht Russland oder USA, dort ist jeder km Land verdammt kostbar.

Und um den Zweifel des Autors an der Intelligenz des deutschen Zeitungsleser bezüglich der Messwerte zu entkräften, ein Post hier drüber ist eine anschauliche Übersicht verlinkt.

#74 Kerberos

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Geschrieben: 13. April 2011, 05:20

Mittlerweile gab es eine Neubewertung des Reaktors 2 zu INES 7, und die Tagesschau hat Pflugbeil interviewed.

#75 Kerberos

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Geschrieben: 13. April 2011, 17:00

Kennt sich hier jemand aus? KWK-Index ist hier erklärt.

Für das zweite Quartal 2008 lag dieser Index bei 65,54 €/MWh. Das entspricht 6,6 ct/kWh. Aktuell liegt er bei 51,85 €/MWh. Das klingt doch nach verdammt billigen Strom, obwohl 7 AKWs fehlen. Hat da jemand tiefere Einsichten dazu?

EDIT: Upps, mein Fehler, das ist ja ein Quartal Index.

#76 bogarnil limdal

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Geschrieben: 13. April 2011, 20:39

Beitrag anzeigenKerberos schrieb am 13. April 2011, 17:00:

Kennt sich hier jemand aus? KWK-Index ist hier erklärt.

Für das zweite Quartal 2008 lag dieser Index bei 65,54 €/MWh. Das entspricht 6,6 ct/kWh. Aktuell liegt er bei 51,85 €/MWh. Das klingt doch nach verdammt billigen Strom, obwohl 7 AKWs fehlen. Hat da jemand tiefere Einsichten dazu?

EDIT: Upps, mein Fehler, das ist ja ein Quartal Index.

interessant wird es im nächsten quartal. der wert errechnet sich aus dem jeweils mittleren preis des vorherigen quartals. es gibt aber neben angebot auch noch den faktor der nachfrage. die preisbildung läßt sich nicht so trivial auf den ausfall der akws zurückführen, wenn im letzten quartal mehr oder weniger strom verbraucht wurde, dann spielt das genauso eine rolle.

interessant ist aber eigentlich, daß der preis wegen des börsenhandels in großem ausmaß von den erzeugungskosten entkoppelt ist. d.h. die milliardensubventionen in atomstrom fließen zunächst in die markttauglichkeit des angebots und ab unterschreitung der konventionellen stromerzeugungspreise als profit in die tasche der stromkonzerne. im klartext: in einem strombörsenmodell ohne subvention wäre der strom nicht wesentlich teurer, sondern es gäbe wegen des marktgleichgewichts zwischen angebot und nachfrage mehr konventionellen strom. kernkraftwerke würden sich nicht rechnen und folglich gäbe es auch keinen atomstrom. die eingesparten milliarden hingegen könnte die allgemeinheit für eine subventionierung von grünen strom nutzen. die würde sich genauso marginal auf den strompreis auswirken, jedoch die saubere energieerzeugung für die stromkonzerne attraktiver machen.

das große problem ist, daß heute nach über 50 jahren kernkraft das kind im ökonomischen sinne schon längst in den brunnen gefallen ist. die kernkraftwerksbetreiber haben die werke an der backe kleben, denn so einfach kann man die dinger ja nicht abstoßen. die energielieferanten ohne kernkraftwerke hingegen sind flexibel. und sie haben auch 2010 gegen die aufkündigung des ausstiegskonsens am heftigsten protestiert. gerade die mittelständigen und lokalen stadtwerke sind die großen verlierer (neben dem zukünftigen steuerzahler, der den umgang mit atommüll finanzieren muß).

#77 Kerberos

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Geschrieben: 18. Oktober 2011, 20:26

Japan schließt einen Komplettausstieg aus der Atomkraft nicht mehr aus. und Tepco will Milliarden von der Regierung haben.

#78 Rabenfutter

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Geschrieben: 21. Oktober 2011, 15:58

Beitrag anzeigenKerberos schrieb am 18. Oktober 2011, 20:26:


Und ich las kürzlich, die bewerben im benachbarten Ausland ihren Meilertyp und pushen die Verbreitung von Reaktoren.





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