Tara schrieb am 14. August 2011, 16:07:
ach sei doch nicht so "klein"lich
ich übersetze das mal vorsichtig mit "variante b": verwechslung mit sek. (?)
variante a - bundeswehreinsatz im innern - ist ja nicht aus der luft gegriffen. aktuell flackerte diese reflexforderung anläßlich der unruhen kurz im vereinigten königreich auf
(wo man die trennung zwischen den militärischen und polizeilichen aufgabenbereichen durch den nordirlandkonflikt bereits als brüchig interpretieren kann). verschiedene politiker fordern das ja auch hierzulande bereits seit jahren zu diversen anlässen und ich würde nicht meine hand dafür ins feuer legen, daß unser gegenwärtiger innenminister nicht mit genau diesem vorstoß reagiert hätte, wenn der anschlag in berlin und nicht in oslo gewesen wäre. auch wenn es mich überaschen würde, wenn du jetzt für einen einsatz im innern wärest, könnte ich es mir zumindest aus dem diskussionsverlauf heraus vorstellen.
Zitat
Ich denke er wird seine Nachahmungstäter finden. Es war nur der Auftakt.
vielleicht war es aber auch der bislang spektakulärste fall. wenn man die tat als antimarxistisch und rassistisch motiviert anerkennt, ist sie kein alleinstehendes ereignis, sondern eine besonders heftige und umfangreiche variante bereits laufender gewalttaten. übergriffe auf linke jugendliche gab es auch hierzulande schon, auch mit todesfolge. rechtsextreme bombenanschläge gegen linke oder links vom rechten rand stehende politiker gab es auch bereits (die briefbombenanschläge von
franz fuchs bspw.) als spezifisch antiislamistisch (oder "islamkritisch") oder gar christlich-fundamentalistisch mag es hingegen irgendwie neu sein. aber gerade in hinblick auf christlichen fundamentalismus bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt als kategorie zutrifft.
wie auch immer, egal ob auftakt oder höhepunkt - für nachahmer dürfte das egal sein.