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Die Zukunft der Buchhandlungen

Buchhandel

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4 Antworten zu diesem Thema

Umfrage: Die Zukunft der Buchhandlungen (8 Mitglied(er) haben ihre Stimme abgegeben)

Wo kauft ihr eure Bücher?

  1. In der kleinen Buchhandlung nebenan. (5 Stimmen [35.71%])

    Prozentsatz der Stimmen: 35.71%

  2. In einer Filiale der großen Ketten. (4 Stimmen [28.57%])

    Prozentsatz der Stimmen: 28.57%

  3. Im Internet. (4 Stimmen [28.57%])

    Prozentsatz der Stimmen: 28.57%

  4. Ich kaufe keine Bücher. (1 Stimmen [7.14%])

    Prozentsatz der Stimmen: 7.14%

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#1 An Chiardhuibh

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Geschrieben: 12. Oktober 2011, 08:19

Die Frankfurter Buchmesse wurde gestern eröffnet und die Feuilletons sind gefüllt mit Beiträgen zum Thema Buch. Wer hat was geschrieben, welchen Preis dafür bekommen und wer nicht. Hartnäckig hält sich aber auch die Metadiskussion darüber, was aus dem gedruckten Buch und damit auch aus den klassischen Buchhandlungen wird.

Eigentlich sind es ja zwei Diskussionen: Die eine betrachtet den Trend zum E-Book, die andere die zunehmende Bedeutung von Onlineshops, die den "Offlineshops" den Rang abzulaufen drohen.
Mich interessiert im Moment eher letztere: Was wird aus kleineren Buchhandlungen angesichts rund um die Uhr verfügbarer Konkurrenten wie Amazon oder dem Massenangebot der großen Ketten wie Hugendubel?

Auf jeden Fall haben sie es schwer. Buchgeschäfte mit Buchhändlern, die auch noch selbst lesen werden offensichtlich immer rarer, wie auch eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt.

Dort heißt es:

Zitat

Etwa jeder vierte Euro, den die Deutschen privat für Bücher und Hörbücher ausgeben, komme mittlerweile den Online-Shops zugute, während der stationäre Handel an Boden verliere.

Und ihr? Wo kauft ihr eure Bücher? Im Internet, im Buchtempel Marke Thalia oder Hugendubel oder im kleinen Laden nebenan? Gibt es in eurer Gegend überhaupt noch nette Buchhandlungen, die vielleicht auch zum Stöbern einladen? Könnt ihr womöglich die ein oder andere empfehlen?

#2 Tara

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Geschrieben: 12. Oktober 2011, 18:56

Also für mich ist die Liebe zum Lesen ausschlaggebend. Deswegen möchte ich ein Buch in den Händen halten und es muss schön aussehen. Ganz einfach weil der Inhalt mit dem Äußeren eine Einheit bilden muss. Ich bin gerne jemand der die guten Bücher in den Schrank stellt um jederzeit an die Geschichten erinnert zu werden.

Auch aus dieser Liebe zum Lesen gehen ich gerne in Buchhandlungen und stöbere herum. Leider geht dieses nur wenn ich Zeit habe und deswegen werden 70% der Bücher über Amazon bei mir gekauft. Jederzeit würde ich aber eine Buchhandlung vorziehen.

#3 silastischer waffenteufel

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Geschrieben: 12. Oktober 2011, 19:13

Ich bestelle im Netz. Meistens habe ich konkrete Vorstellungen, welches Buch das nächste sein soll und ebenso häufig ist es in der Buchhandlung nicht verfügbar und muß bestellt werden. So umgehe ich den doppelten Weg. Wenn ich an Hugendubel vorbei komme, gehe ich auch rein und komme meistens mit fetter Beute wieder heraus. Aber das sind auch immer Bücher, die schon lange auf meiner Liste stehen.
Dank der ästhetischen Ader des Posters über mir haben wir nämlich jede Menge hübsch aussehender Bücher, die allesamt nichts taugen, im Regal.
Obwohl ich zu einem geringen Prozentsatz Papiernostalgiker bin, bin ich mir sicher, dass auch ich irgendwann auf e-books umsteigen werde. Ich muss die Bücher nicht wie erlegtes Wild im Regal stehen haben, eine Geschichte muss wirken, wenn sie nachhaltig ist, sprich, wenn ich mich von selbst an sie erinnere. Außerdem ist ein tablet wesentlich leichter zu tragen als 10 Dostojewskis. ;-)
Dazu muss es aber eine vernünftige Download-Möglichkeit geben, die im Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen ist. Momentan kosten die e-books mehr als die gebundenen Bücher. Das ist lächerlich.

#4 Tara

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Geschrieben: 12. Oktober 2011, 19:23

Aber selber Kehlmann und Schätzing dann lesen... jaja... und die sind sehr hübsch die Bücher

Bearbeitet von Tara, 12. Oktober 2011, 19:25,


#5 flaschenpost.sitebob

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Geschrieben: 12. Oktober 2011, 19:47

Gute Frage. Im Netz kaufe ich keine neuen, hin und wieder alte, im Handel nicht mehr erhältliche, sozusagen vergriffene Bücher. Was oft auch stimmt – ver- und abgegriffen. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Empfehlungen, die man als Käufer von Amazon automatisch bekommt, die eigene Entdeckerlust abwürgt.
Nun würde ich von mir nicht behaupten wollen, dass ich ein Entdeckertyp bin, aber die Lust auf eine Buchüberraschung kann ich einzig in einer Buchhandlung stillen. Und weil ich ein geselliges Wesen bin, zieht es mich immer wieder in einen der Büchertempel. Dort laufe ich lange umher und lasse mich treiben. Wenn ich nicht gerade was Bestimmtes suche. Und dann schnappe ich mir ein Buch und mache es mir in einem Sessel bequem. Allein der Kaffeegeruch, der bleischwer in der Luft hängt, nervt mich beim Blättern und Probelesen. Dass ich viele, der so getesteten Bücher wieder weglegen kann, hat schon was. Ich verlasse auch gern ohne ein Buch gekauft (oder geklaut) zu haben wieder den Laden. Kaum setze ich meinen Fuß in eine andere Stadt, muss ich in eine Buchhandlung. Dort staune ich immer wieder, wie unterschiedlich man die Ware Buch präsentieren kann. In Leipzig empfehle ich die Universum-Buchhandlung in der Karl-Liebknecht-Straße. Der Laden ist zwar extrem klein, einmal umdrehen heißt, dass man das halbe Sortiment umschichtet, aber mit der Inhaberin, Frau Nagel, lässt es sich herrlich plaudern. Für antiquarische Bücher gibt es das Insel-Antiquariat an der Nikolaikirche. Herr und Frau „Insel“ sind profunde Kenner und lauern mir nicht auf, wenn ich unschlüssig zwei Bücher in der Hand halte, aber mein Taschengeld nur für ein Buch reicht. Die lassen mich in Ruhe, wissen sie doch, dass es am Ende drei Bücher werden, mit denen ich den Laden verlasse.
Auf Trödelmärkten, wo die Bücher neben rostigen Säbeln aus der Ming-Dynastie in staubigen Kisten lungern, finde ich manchmal regelrechte Schätze. Ich muss mir dann auf die Zunge beißen, um dem Händler nicht durch meine Freudentränen zu signalisieren, dass er jetzt einen Schweinepreis verlangen könnte. Stattdessen hole ich tief Luft und gebe mich obermegacool. Schließlich gebe ich im Tonfall eines Schiedsrichters die Summe vor, die ich ausgeben würde. „Drei Euro, Meister. Da hinten liegt das Buch für zwei Euro. Aber der Händler macht keinen seriösen. Echt mal. Der stochert sich an den Zähnen, während ich mit dem rede. Ich gebe Ihnen drei Euro. Das ist mein letztes Wort. Drei Euro. Und wir bleiben Freunde.“







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