Bundeshottehü 2
Wann geht Wulff?
Eröffnet von berührung, 03.01.12, 17:54
48 Antworten zu diesem Thema
#42
Geschrieben: 19. März 2012, 20:06
Zitat
"Die Wahl von Joachim Gauck zum deutschen Bundespräsidenten war zutiefst undemokratisch:
Der Sieger stand schon vorher fest und die Gegenkandidaten hatten kaum eine Chance, sich in den Medien zu präsentieren."
Der Sieger stand schon vorher fest und die Gegenkandidaten hatten kaum eine Chance, sich in den Medien zu präsentieren."
http://www.spiegel.d...,822124,00.html
#43
Geschrieben: 21. März 2012, 13:46
Ich glaube das sollte man nicht überbewerten. Dafür dass er sich selbst als eine Art Sonnenkönig von Russland sieht und Wahlen manipulieren lässt oder kritische Journalisten aus dem Weg räumt, ist das hier noch alles ganz ok, auch wenn es sicher nicht völlig falsch ist. Aber außer den Linken hat eh niemand einen Gegenkandidat aufgestellt und auch darüber wurde berichtet und auch aus der Unionsfraktion gabs scheinbar Enthaltungen, also alles noch irgendwie im Rahmen.
#46
Geschrieben: 22. März 2012, 10:38
berührung schrieb am 21. März 2012, 13:46:
außer den Linken hat eh niemand einen Gegenkandidat aufgestellt
die npd hat wie immer einen ins rennen geschickt. diesmal nicht mehr frank rennicke, sondern olaf rose. angeblich wegen irgendwelcher streitigkeiten oder verfehlungen rennickes. das hätte mich allerdings durchaus interessiert. :-) andererseits finde ich es gut, wenn man der npd keine große bühne für ihre altbekannte leier gibt. daß die npd das system ablehnt hat keinen nachrichtenwert.
#48
Geschrieben: 17. April 2012, 12:59
bogarnil limdal schrieb am 08. Januar 2012, 11:24:
was die bildzeitung angeht: die taz hat sich u.a. mit der motivlage ein bißchen beschäftigt. ihre these ist ähnlich wie hier im thread auch schon vermutet wurde, daß die bild an ihrem mythos als einflußreichste deutsche tageszeitung arbeit. ich halte das durchaus für plausibel.
Zitat
die bild hat wie auch kein anderes medium nicht die macht, einen integren bundespräsidenten abzusägen. umgekehrt fällt ein unintegrer bundespräsident nicht über eine kampagne der bild, sondern über seine eigenen verfehlungen.
Weil es zum 60. Geburtstag der Bild und zum 100. Gebutstag von Axel Springer nochmal im Gespräch war und druch viele Medien geistert. Was stimmt denn jetzt?
Die BILD als mächtigste, deutsche Zeitung, die sogar einen Bundespräsidenten wegschreiben kann.
Oder
Der unintegere Bundespräsident, der über seine eigenen Füße stolpert, und eine BILD die die Chance nutzt den Eindruck zu erwecken, sie hätte die Macht sogar einen Bundespräsideten aus dem Amt zu schreiben. Und alle glauben das und alle schreiben das. Und je öfter es wiederholt und geschrieben wird, desto mehr wird es geglaubt.
Dazu würde mich Deine Meinung nochmal interessieren.
#49
Geschrieben: 19. April 2012, 15:50
ich bleibe bei meiner meinung, daß der bundespräsident über seine eigenen verfehlungen gestolpert ist. ich halte die these, daß die bild eine kampagne gefahren hat, um sich als neues "sturmgeschütz der demokratie" zu inszenieren, für plausibel, aber das sagt ja nichts über die wirkung, sondern nur über die intention aus. tatsächlich war wulff nicht mehr tragbar und die bild hat oberflächlich betrachtet zusammen mit vielen anderen medien hier einfach auf die sichere bank gesetzt. daß das in bezug auf die bild aber eher ungewöhnlich ist, kann man an der causa guttenberg sehen. die bild hat immer eine agenda und das ist eigentlich auch immer die stärkung der eigenen marke und natürlich auch der ideologischen linie des blattes. koste es, was es wolle.
was wäre gewesen, wenn bild ähnlich wie bei guttenberg eine pro-kampagne gefahren hätte? ich bin der meinung, wulff hätte dann möglicherweise die affaire länger aussitzen können, vielleicht sogar bis zum ende der ersten amtszeit. eine wiederwahl wäre aber aus meiner sicht ausgeschlossen gewesen. dafür wiegen schon allein die verfehlungen als ministerpräsident zu schwer. wullf hat den untersuchungsausschuss salopp gesagt belogen, egal ob justiziabel oder nicht.
verzwickt ist die einschätzung natürlich trotzdem, denn letztendlich ist er ja über seine einmischung in die pressearbeit gestolpert. und die hätte es so in dieser form wohl nicht gegeben, wenn die bildzeitung weiter hofberichterstattung betrieben hätte. aber abgesehen davon, daß die bild eben nicht die macht hat, populäre politiker zu halten (siehe guttenberg), war es eben dennoch wulffs anruf, der eines bundespräsidenten unwürdig gewesen war. nicht die berichterstattung darüber hat seine amtsführung beschädigt. seine amtsführung war haarsträubend und entsprechend von nachrichtenwert.
was wäre gewesen, wenn bild ähnlich wie bei guttenberg eine pro-kampagne gefahren hätte? ich bin der meinung, wulff hätte dann möglicherweise die affaire länger aussitzen können, vielleicht sogar bis zum ende der ersten amtszeit. eine wiederwahl wäre aber aus meiner sicht ausgeschlossen gewesen. dafür wiegen schon allein die verfehlungen als ministerpräsident zu schwer. wullf hat den untersuchungsausschuss salopp gesagt belogen, egal ob justiziabel oder nicht.
verzwickt ist die einschätzung natürlich trotzdem, denn letztendlich ist er ja über seine einmischung in die pressearbeit gestolpert. und die hätte es so in dieser form wohl nicht gegeben, wenn die bildzeitung weiter hofberichterstattung betrieben hätte. aber abgesehen davon, daß die bild eben nicht die macht hat, populäre politiker zu halten (siehe guttenberg), war es eben dennoch wulffs anruf, der eines bundespräsidenten unwürdig gewesen war. nicht die berichterstattung darüber hat seine amtsführung beschädigt. seine amtsführung war haarsträubend und entsprechend von nachrichtenwert.
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