Aus der Begründung der aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten bestehenden Jury:
Zitat
Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert
wurde: Die Unterstellung, die Motive der Morde seien im kriminellen Milieu von Schutzgeld- und/oder Drogengeschäften zu suchen, wurde mit dieser Bezeichnung gestützt. Damit hat Döner-Mord(e) über Jahre hinweg die Wahrnehmung vieler Menschen und gesellschaftlicher Institutionen in verhängnisvoller Weise beeinflusst (Quelle) .
wurde: Die Unterstellung, die Motive der Morde seien im kriminellen Milieu von Schutzgeld- und/oder Drogengeschäften zu suchen, wurde mit dieser Bezeichnung gestützt. Damit hat Döner-Mord(e) über Jahre hinweg die Wahrnehmung vieler Menschen und gesellschaftlicher Institutionen in verhängnisvoller Weise beeinflusst (Quelle) .
Ein Unwort, das den Namen wirklich verdient hat (obwohl man meiner Meinung nach auch gerne mal über das Wort "Unwort" und seine semantische Dimension reden könnte, naja). Der Begriff "Döner-Mord" zeigt, wie sehr Gesellschaft und Sprache in Wechselbeziehung miteinander stehen. Einerseits schlägt sich in der Wahl des Wortes bereits ein bestimmtes Weltbild nieder, andererseits unterstützt die Verwendung des Begriffes, wie in der Begründung der Jury genannt, die Verbreitung und Fundamentierung dieser menschenverachtenden Weltsicht.
Auch gerügt wurden die Wörter "Gutmensch" und "marktkonforme Demokratie". Zur Begründung kann in der Pressemitteilung nachgelesen werden.
Was meint ihr? Stimmt ihr der Jury zu oder hätten ganz andere Wörter die ersten Plätze verdient?






Top











